Himmelverbot

himmelverbot_1

Mein Freund, der Mörder

31. März 2016, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland, Rumänien 2014, 87 min, OmU, FSK: 12

R: Andrei Schwartz

Er sitze lebenslänglich, weil er eine Staatsanwältin erschossen habe. Als „lausigen Juden“ habe sie ihn beschimpft. Das erzählt Gavriel Hrieb dem Filmemacher Andrei Schwartz. Sie lernten sich bei Dreharbeiten im rumänischen Hochsicherheitsgefängnis Rahova kennen. Der Regisseur empfindet Sympathie für den kleinen Mann mit den melancholischen Augen und als Gavriel nach über zwanzig Jahren Haft auf Bewährung entlassen wird, ist Schwartz als Dokumentarfilmer und Freund an dessen Seite. Doch ihre Gespräche führen immer wieder zum Anfangspunkt zurück: dem Mord. Um Licht ins Dunkel zu bringen, beantragt Schwartz Einsicht in die Mordakte. Der Dokumentarfilm über die schmerzhaften Versuche von Gavriel, in der Welt da draußen wieder Fuß zu fassen, ist zugleich ein Film über eine außergewöhnliche Freundschaft, über Vertrauen und Enttäuschung, Wahrheit und Lüge.

Termin: 31. März 2016, 20:00 – Brauhaus, Alter Markt 5a, Eingang über Knieperstraße 18

Der Staat gegen Fritz Bauer

staat-gegen-fritz-bauer_1

Den Mördern auf der Spur

17. März 2016, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2015, 105 min, FSK: 12

R: Lars Kraume D: Burghart Klaußner, Jörg Schüttauf, Laura Tonke, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg u.a.

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft der Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer dafür, Naziverbrecher wie Adolf Eichmann ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Gegen massiven Widerstand seiner eigenen Behörde verfolgt er Hinweise, dass sich Eichmann in Argentinien versteckt. Lediglich ein junger Kollege unterstützt Bauer. Eichmann wird schließlich mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad gestellt. Dass Eichmann nicht in Deutschland, sondern in Israel vor Gericht gestellt wird, sieht Bauer als sein persönliches Scheitern an. Burghard Klaußner verkörpert großartig Fritz Bauer als zugleich politisch bewussten und mutigen aber auch in seiner Identität zerrissenen Mann, der als deutscher Jude selbst vor den Nazis geflohen war, der sich im Adenauer-Deutschland noch immer als Homosexueller verheimlichen muss. Ein beeindruckendes Drama, das deutsche Nachkriegsgeschichte mit allen Rissen und Widersprüchen erlebbar macht.

Termin: 17. März 2016, 20:00 – Brauhaus, Alter Markt 5a, Eingang über Knieperstraße 18

Der Sommer mit Mamã

sommer_1

Die Perle von São Paulo

03. März 2016, 20:00

Trailer zum Film

In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Stralsund zeigen wir Der Sommer mit Mamã.

Brasilien 2015, 111 min, FSK: o.A.

R: Anna Muylaert D: Michel Joelsas, Helena Albergaria, Regina Casé, Camila Márdila, Karine Teles, Lourenço Mutarelli u.a.

Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Val als Haushälterin bei einer wohlhabenden Familie in São Paulo. Eines Tages kommt Vals eigene Tochter Jéssica, die sie als kleines Mädchen bei einer Freundin zurückgelassen hat, zu ihr, um die Aufnahmeprüfung an der Universität zu machen. Und damit gerät nicht nur Vals Weltbild, sondern auch das strenge Machtgefüge im Haus ins Wanken. Denn Jéssica – selbstbewusst und frech – ist nicht bereit, sich den starren Standesregeln unterzuordnen und mischt den Haushalt auf. Mit viel Dialogwitz und Liebe zum Detail erzählt Regisseurin Anna Muylaert subtil und dabei sehr amüsant vom gesellschaftlichen Wandel und den sozialen Problemen Brasiliens.

Termin: 03. März 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

10Milliarden

Ein paar Käfer zum Frühstück

18. Februar 2016, 20:00

Trailer zum Film

Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern mit Alessa Heuser (Referentin für Welternährung und Globale Landwirtschaft) und Claudia Schulz (Sprecherin der LandesAG „Landwirtschaft & Naturschutz“ B90/GRÜNE MV)

Der Eintritt ist frei.

Deutschland 2015, 103 min, FSK: o.A,

R: Valentin Thurn

Woher kommt das Essen für bald zehn Milliarden Menschen auf Erden? In seinem Dokumentarfilm zeigt Valentin Thurn Lösungen – schöne und weniger appetitliche. In Thailand kostet er proteinreiche Insekten, in Holland filmt er den Wissenschaftler Mark Post, wie er einen selbst gezüchteten künstlichen Hamburger – Kosten: etwa 250.000 Euro – brät und verspeist. Geschickt kontrastiert Thurn zwei widerstreitende Produktionsmodelle: Hier die hochtechnisierte Agrarindustrie mit ihrem Versprechen, dass nur eine Landwirtschaft in großem Maßstab die Welternährung künftig sichern könne. Dort die alternativen Ansätze, deren Vertreter fürchten, dass die Massenproduktion ihre eigenen Grundlagen zerstört und vor allem die Reichen versorgt, für die Hunger sowieso kein Problem sein wird.

Termin: 18. Februar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Whiplash

whiplash_1

Bluten für den perfekten Beat

04. Februar 2016, 20:00

 

Trailer zum Film

USA 2014, 105 min, FSK: 12

R: Damien Chazelle D: J.K. Simmons, Miles Teller, Jason Blair, Melissa Benoist, Paul Reiser u.a.

Als der 19-jährige Jazz-Schlagzeuger Andrew Neiman am renommierten Shaffer Conversatory in New York angenommen wird, geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Es gelingt ihm sogar, in die Band des berühmten Dirigenten Terence Fletcher zu kommen. Andrew muss jedoch schnell feststellen, dass Fletcher eher zweifelhafte Methoden im Umgang mit seinen Schülern hat. Es beginnt ein Psychospiel, bei dem Instrumente durch die Luft fliegen und Blut fließt. Fletcher erkennt nicht nur Andrews Begabung, sondern auch seinen Ehrgeiz und beschließt, ihn zu Höchstleistungen zu triezen. Um vor Fletcher zu bestehen, opfert Andrew seine Familie, seine Freundin, schlicht all seine sozialen Kontakte. Das Streben nach maximaler Präzision und musikalischer Exzellenz wird zum nervenaufreibenden Actionthriller mit zwiespältiger Botschaft.

 

Termin: 04. Februar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Beat Street

Beat_Street_1

Breakdance gestern und heute

21. Januar 2016, 20:00

Trailer zum Film

In Zusammenarbeit mit Frank Salewski zeigen wir Beat Street.

USA 1984, 105 min, FSK: 12

R: Stan Lathan D: Guy Davis, Robert Taylor, Leon W. Grant, Jon Chardiet, Rae Dawn Chong u.a.

Faszinierende Momentaufnahme vom New York Anfang der achtziger Jahre, die zeigt, was Hip-Hop für die damalige Jugend in den New Yorker Ghettos bedeutete. Kultfilm für eine ganze Generation von B-Boys, Graffiti-Künstlern, Rappern und DJ’s insbesondere in der DDR. Denn „Beat Street“ lief tatsächlich in den ostdeutschen Kinos, sollte das armselige und trostlose Leben der New Yorker Kids vorführen. Stattdessen wurde der Film Inspiration und Initialzündung für die Verbreitung der Hip-Hop-Kultur. Frank Salewski, Breakdancer der ersten Stunde in Stralsund, Mitbegründer der „Melodics“, berichtet als Zeitzeuge. Breakdancer von heute zeigen, dass es in Stralsund immer noch eine sehr aktive Breakdance-Szene gibt.

Termin: 21. Januar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi