Hedi Schneider steckt fest

Film/ Hedi Schneider steckt fest

Depression? Zum Lachen!

17. Dezember 2015, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland, Norwegen 2015, 90 min, FSK: 12

R: Sonja Heiss D: Laura Tonke, Simon Schwarz, Hans Löw, Margarita Broich u.a.

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war, denn Hedi wird plötzlich von Angstzuständen geplagt, die sich nur mit Beruhigungsmitteln eindämmen lassen. Aus der fröhlichen, aktiven Frau wird ein weitgehend passives Wesen. Mit sicherem Gespür für Humor nimmt sich Sonja Heiss des ernsten Themas „Depression“ an und meistert den Drahtseilakt zwischen Tragik und Komik mit Bravour.

Termin: 17. Dezember 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Willkommen auf Deutsch

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Handeln statt Urteilen

03. Dezember 2015, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit dem Wahlkreisbüro Jürgen Suhr, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und dem AJUKU e.V. zeigen wir Willkommen auf Deutsch.

Deutschland 2014, 95 min, FSK: o.A.

R: Carsten Rau und Hauke Wendler

Was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen, wenn Menschen aufeinander prallen, die sich fremd sind? In einem norddeutschen 400-Seelen-Dorf, das weder Bäcker noch Supermarkt hat, leben traumatisierte Flüchtlinge, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit entfliehen wollten, neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Der Dokumentarfilm setzt bei den Menschen in der bürgerlichen Mitte Deutschlands an, ihren Sorgen und Vorurteilen: Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet er Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung. Kontrovers, sehr emotional und auch amüsant zeigt der Film lebensnah und differenziert, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

Termin: 03. Dezember 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Mein Herz tanzt

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Vom Wunsch, dazu zu gehören

19. November 2015, 20:00

Trailer zum Film

Israel, Frankreich, Deutschland 2014, 105 min, FSK: 6

R: Eran Riklis D: Tawfeek Barhom, Razi Gabareen, Ali Suliman, Yaël Abecassis, Marlene Bajali u.a.

Israel in den 1980er Jahren. Eyad besucht als einziger Palästinenser eine Eliteschule in Jerusalem. Er ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Seine Freundschaft mit dem im Rollstuhl sitzenden Yonatan wird allgemein respektiert, doch seine Liebesbeziehung mit der Jüdin Naomi muss er geheim halten. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit erkennt Eyad schließlich, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird. Eran Riklis eindringliches Plädoyer für eine friedliche Koexistenz zeichnet ein ungewöhnlich differenziertes Israel-Bild und vermeidet die gängi­gen Nahost-Klischees. Der Film beruht auf dem halb-autobiografischen Roman „Tanzende Araber“ des in den USA lebenden Kolumnisten Sayed Kashua.

Termin: 19. November 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Sprachlos Kurzfilmnacht

Speechless

Sprache – verboten, gebraucht und wichtig

05. November 2015, 20:00

International, ca. 150 min, FSK: o.A.

In Kooperation mit den Entwicklungspolitischen Tagen MV 2015 zeigen wir ein Kurzfilmprogramm.

Kulturelle Teilhabe, soziale Teilhabe, politische Teilhabe: Alles hängt von Sprache ab. Das erste und letzte Wort hat die Sprache. Diese Kurzfilmnacht macht es anders: Eine Nacht ohne dieses übliche Mittel der Kommunikation, um Grenzen und Barrieren zu überwinden, um unabhängig von Sprache einen schönen Abend miteinander zu verbringen, um Menschen einzuladen, die sonst ausgeschlossen sind. Eine Nacht mit nachdenklichen, lustigen, verstörenden und überraschenden Filmen, die ohne Sprache funktionieren. Dazu Musik, Tanz, Theater. Eine Nacht, die daran erinnern möchte, dass Menschen Sprache verboten wird, dass Menschen Sprache brauchen, um anzukommen, dass erst Sprache Beteiligung ermöglicht.

Termin: 05. November 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Höhere Gewalt

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Unser Beitrag zur Schwedenwoche der Hansestadt Stralsund

Feigheit oder Überlebensinstinkt

22. Oktober 2015, 20:00

Trailer zum Film

Schweden 2014, 118 min, FSK: 12

R: Ruben Östlund D: Kristofer Hivju, Lisa Loven Kongsli, Johannes Kuhnke, Clara Wettergren u.a.

Eine junge schwedische Familie macht Skiurlaub in den französischen Alpen. Die Sonne scheint, die Pisten sind herrlich, das Berg-Idyll perfekt. Doch plötzlich – beim Mittagessen – rast eine Lawine mit voller Wucht auf die Terrasse des Restaurants. Panisch ergreift Mutter Ebba die beiden Kinder – panisch ergreift Vater Tomas… die Flucht. Als sich der Nebel legt, sind alle unversehrt. Das große Unglück ist zwar ausgeblieben, doch zurück bleibt der Schock über Tomas‘ Handeln. Die Kinder streiken, die Ehe kriselt und Tomas muss schwer mit seiner mangelnden Courage und seiner angeschlagenen Männlichkeit kämpfen. Der auf dem Filmfest in Cannes gefeierte Film seziert meisterhaft die Rollenbilder der modernen Familie. Dabei schafft es Regisseur Ruben Östlund immer wieder, mit trockenem nordischen Humor die Dramatik aufzubrechen und eine bissige Komödie zu inszenieren.

 

Termin: 22. Oktober 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

A Girl Walks Home Alone at Night

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Das Wunder von Bad City

08. Oktober 2015, 20:00

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USA 2014, 100 min, OmU, FSK: 12

R: Ana Lily Amirpour D: Mozhan Mamò, Sheila Vand, Arash Marandi, Dominic Rains, Marshall Manesh u.a.

In Bad City, einer fiktiven Stadt irgendwo im Iran, gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer. Dann ist da noch dieses Mädchen, das man immer nur nachts und immer nur in ihrem offenen, schwarzen Tschador sieht. Schon bald entdeckt Arash, der junge Mann mit den schönen Augen und dem weißen James Dean T-Shirt, ihr Geheimnis: sie ist ein Vampir und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. In spektakulären Schwarz-Weiß-Bildern gelingt der jungen iranisch-amerikanischen Regisseurin Ana Lily Amirpour ein doppelbödiges und sinnliches Traumspiel voll visueller Kraft und abgründiger Provokationslust.

Termin: 08. Oktober 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi