Phoenix

PHOENIX

Auf der Suche nach dem verlorenen Ich

12. Februar 2015, 20:00

 

Trailer zum Film

Deutschland 2014, 98 min, FSK: 12

R: Christian Petzold D: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Imogen Kogge u.a.

Juni 1945. Schwer verletzt, mit zerstörtem Gesicht wird die Auschwitz-Überlebende Nelly in die alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von der Gesichtsoperation, macht sich Nelly auf die Suche nach Johnny, ihrem Mann, der sie durch sein Festhalten an ihrer Ehe lange vor der Verfolgung geschützt hatte. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er sie nicht wieder. Wegen der großen Ähnlichkeit schlägt er ihr aber vor, in die Rolle seiner tot geglaubten Frau zu schlüpfen, um sich das Erbe der im Holocaust ermordeten Familie Nellys zu sichern. Nelly lässt sich darauf ein. Sie wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie geliebt oder ob er sie verraten hat. Petzold erzählt die ganze Geschichte auf ein Ende hin, das einem den Atem verschlägt – provokant, virtuos, zwischen Melodram und Film Noir.

Termin: 12. Februar 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Westen

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Im Westen und im Osten nichts Neues

04. Dezember 2014, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2013, 102 min, FSK: 12

R: Christian Schwochow  D: Jacky Ido, Jördis Triebel, Alexander Scheer, Anja Antonowicz, Tristan Göbel u.a.

Berlin, Ende der 1970er Jahre: Nelly Senft musste zwei Jahre warten, bis sie mit ihrem Sohn in den Westen ausreisen durfte. Im Notaufnahmelager Marienfelde stößt sie auf Misstrauen, Ablehnung und Kontrolle, die CIA stellt ihr ähnliche Fragen wie die Stasi. Sie verweigert sich dem entwürdigenden Prozedere und trotzt der neuen Überwachung, die der alten in nichts nachsteht. Die Vorlage liefert der Roman „Lagerfeuer“ von Julia Franck, die einst selbst als Kind einige Monate in einem Lager in Berlin-Marienfelde gelebt hat. So beruht der mehrfach ausgezeichnete Film auf persönlichen Erfahrungen und ist doch von geradezu sinnbildlicher Kraft, wenn es darum geht, nachzuzeichnen, wie eine Person ohne jedes Zutun zur Repräsentantin eines Systems erhoben wird.

Termin: 04. Dezember 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Der blinde Fleck

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Täter? Attentäter? Einzeltäter?

27. November 2014, 20:00

 

Trailer zum Film

In Kooperation mit Jürgen Suhr und Ulrike Berger, MdL, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zeigen wir Der blinde Fleck.

Deutschland 2013, 99 min

R: Daniel Harrich, D: Benno Führmann, Nicolette Krebitz, Heiner Lauterbach, Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec, Anna Grisebach

Am 26. September 1980 wurden bei einem Terroranschlag am Haupteingang des Oktoberfests in München 13 Menschen getötet und 211 verletzt, 68 davon schwer. Bis heute gilt dieser Anschlag als schwerster Terrorakt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als Attentäter wurde Gundolf Köhler ermittelt, der bei dem Anschlag starb. Köhler war Mitglied der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, die Ermittler stellten jedoch 1982 abschließend fest, er habe den Anschlag allein geplant, vorbereitet und ausgeführt. Dies wurde seither immer wieder bezweifelt. Zeugenaussagen legten schon in den 80er Jahren nahe, dass es sich um die Tat einer Gruppe gehandelt habe, eine These, die durch neuere Aktenfunde gestützt wird. Inzwischen prüft die Generalbundesanwaltschaft eine Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Vor dem Hintergrund der Mord- und Anschlagsserie des rechtsterroristischen NSU, bei dem über viele Jahre hinweg in die falsche Richtung ermittelt wurde und unverständliche Ermittlungspannen dazu führten, dass das NSU-Trio ohne aufgespürt zu werden mordend durch die Republik ziehen konnte, bekommt das „Oktoberfest-Attentat“ höchste Brisanz. In beiden Fällen müssen sich die Ermittlungsbehörden unbequemen Fragen stellen lassen.

Der Film schildert auf dokumentarischer Basis die Geschehnisse um den Bombenanschlag in München.

Termin: 27. November 2014, 20:00 Uhr – Kulturkirche St. Jakobi

 

Love Steaks

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Ein Masseur. Eine Köchin. Ein junges Paar auf’s Maul.

16. Oktober 2014, 20:00

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Deutschland 2013, 89 min, FSK: o.A.

R: Jakob Lass D: Lana Cooper, Franz Rogowski, Maik Riedel, Kerstin Abendroth u.a.

Ein Luxushotel. Steaks werden gebrutzelt. Speckröllchen massiert. Clemens (zart) kommt als Frischling in den Wellnessbereich. Lara (gut durch) muss sich im Küchenrudel behaupten, trinkt zuviel. Zwei die gegensätzlicher nicht sein könnten – und sich vielleicht gerade deswegen ineinander verlieben, gleich beim ersten Aufeinandertreffen im Aufzug. Eine wilde Liebesgeschichte, aber auch ein genaues Porträt deutscher Arbeitswelt. Um dieses Universum exakt zu treffen, nistete sich Jakob Lass mit Darstellern und Crew in einem Hotel in Ahrenshoop ein und drehte im laufenden Hotelbetrieb. Entstanden ist ein mit Auszeichnungen überhäufter Mix aus Erzählung, Improvisation und Dokumentation, witzig, nüchtern, romantisch, frech und unberechenbar.

Termin: 16. Oktober 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Scherbenpark

Film/ Scherbenpark

Vorstadtghetto versus Bildungselite

26. Juni 2014, 20:00

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D 2013, 91 min, FSK: 12

R: Bettina Blümner D: Ulrich Noethen, Jasna Fritzi Bauer, Cedric Koch u.a.

Sascha hat viel vor: sie will ein Buch über ihre Mutter schreiben und deren Mord rächen. Die 17-jährige Sascha ist im Scherbenpark zu Hause, wo man sich nimmt, was man haben will. Ihre Mutter wurde von ihrem Mann, Saschas Stiefvater, erschossen. Der zuständige Redakteur, in dessen Zeitung der Mörder als reumütiger Sünder dargestellt wird, bekommt Saschas geballte Wut zu spüren. Als er das Geschehene wieder gut machen will, zieht Sascha spontan zu ihm und seinem Sohn Felix und landet mitten im bildungsbürgerlichen Leben. Hier gelten ganz andere Regeln als im Scherbenpark. Coming-of-Age-Story, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky.

Termin: 26. Juni 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Finsterworld

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Deutschlands dunkle Seite

17. April 2014, 20:00

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D 2013, 91 min, FSK: 12

R: Frauke Finsterwalder D: Corinna Harfouch, Christoph Bach, Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller u.a.

Willkommen in „Finsterworld“, einem märchenhaften Kunstdeutschland, in dem Frauke Finsterwalder zwischen Tragik und absurder Komik Themen wie Einsamkeit, Ausgrenzung und alltäglichen Faschismus behandelt. Das satirische Drama spielt in einem scheinbar aus der Zeit gefallenen Deutschland. Ein Land, in dem immer die Sonne scheint, Kinder Schuluniformen und Polizisten Bärenkostüme tragen, und Fußpfleger alten Damen Kekse schenken. Doch hinter der Schönheit dieser Parallelwelt lauert der Abgrund, und dorthin geht die Reise. Mit immenser Spielfreude haucht das beeindruckende Schauspielensemble den überhöhten Figuren Leben ein und lässt den dialogreichen Episodenfilm zu einem schwarzhumorigen Glanzstück werden.

Termin: 17. April 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi