Requiem

Von allen guten Geistern verlassen

Anfang der 70er Jahre. Die junge Michaela löst sich von ihrem streng katholischen Elternhaus und beginnt in Tübingen zu studieren. Doch bald wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Gequält von epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen sucht sie dort Hilfe, wo sie es gewohnt ist: bei der heiligen Katharina, bei Rosenkränzen und bei ihrem vertrauten Dorfpfarrer. Auch dieser konsultiert keinen Psychiater, sondern einen Kollegen, der sich mit Teufelsaustreibungen auskennt. Als sich Michaelas Gesundheitszustand immer mehr verschlechtert, lässt sie sich schließlich zu einem Exorzismus überreden. Kein Hollywood-Horror, sondern eine auf Tatsachen beruhende Story, die Hans-Christian Schmid (Lichter) ohne spektakuläre Effekte und mit präzisem Blick auf familiäre und religiöse Prägungen inszeniert.

Deutschland 2005, 93 min

Regie: Hans-Christian Schmid

Schauspieler: Sandra Hüller, Burghart Klaußner, Imogen Kogge

Termin(e): 11. Mai 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Brautklau im All

„Brautklau im All“
Stralsunder Jugenkunst-Film

Eine atemberaubende Legetrick-Animation aus der Medienwerkstatt im Speicher am Katharinenberg. Prinzessin Kayal wurde von Space-Monstern entführt. Prinz Perlon ist geschockt und macht sich mit seinen Getreuen auf den abenteuerlichen Weg durchs All, um seine Braut wiederzufinden.

Deutschland (Stralsund) 2006, 10 min

Regie, Produktion, Idee: Frithjof Gawenda, Johannes Menzel

Termin(e): 27. April 2006, 20:00 Die Macher werden anwesend sein! – Scheelehaus, Stralsund

Caché

Die Schuld der Vergangenheit als Bedrohung der Gegenwart

Seit einiger Zeit werden Georges Laurent, erfolgreicher Fernsehmoderator eines Literaturmagazins, anonym Videobänder zugesandt inklusive einer bedrohlich wirkenden Kinderzeichung. Eine stille Art des Terrors, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Georges Familienidyll mit Frau und Kind bekommt angesichts dieser unheimlichen Überwachung von unbekannt Risse. Langsam stellt sich heraus, dass ein dunkler Punkt in Georges Kindheit die Ursache dafür ist. Die Schatten der Vergangenheit legen sich nun nicht nur über sein eigenes Leben… Mit den Mitteln des Thrillers nimmt Haneke sich in seinem vielfach preisgekrönten und hochkarätig besetzten Film der Themen Vergessen und Verdrängung an, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die Wahrheit irgendwo unter der Oberfläche schlummert.

Frankreich/Österreich/D/Italien 2005, 117 min

Regie: Michael Haneke

Schauspieler: Juliette Binoche Daniel Auteuil Maurice Bénichou Annie Girardot

Termin(e): 13. April 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Die chinesischen Schuhe

Reise durch Chinas Landschaften und Geschichten

Auf den Spuren ihrer Großeltern begibt sich Tamara Wyss den Jangtse flussaufwärts. Gedreht wenige Wochen vor der Fertigstellung des Staudamms, alles ist in Bewegung, nicht nur die Flusslandschaft. Alte Städte werden abgerissen, neue gebaut, der Welt größter Staudamm lässt eine einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verschwinden. Im Gepäck hat Tamara Wyss Fotografien und Aufzeichnungen ihrer Großeltern und ein paar kleine chinesische Schuhe. Diese Dinge sind ihr Reiseführer durch das Land und zu den Menschen.

Deutschalnd, China 2004, 104 min Dok-Film

Regie: Tamara Wyss

Termin(e): 23. Februar 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Gespenster

Findlings-Preisträger vom FilmKunstFest Schwerin 2005

Zwei junge Frauen begegnen sich. Nina, scheu und trotzig; Toni, eine Diebin, die sich die Welt nimmt und keine Chance auslässt. Nina folgt Toni auf ihren Streifzügen durch Berlin. Auch Françoise wandert durch die Stadt. Sie hofft, ihre Tochter Marie wiederzufinden, die hier vor vielen Jahren entführt wurde… Behutsam und aufmerksam, in Einstellungen von konzentrierter Ruhe, Spannung und Wirklichkeit nähert sich Christian Petzold seinen Figuren im Niemandsland von Gegenwart und Vergangenheit.

Deutschalnd 2005, 85 min

Regie: Christian Petzold

Schauspieler: Julia Hummer, Sabine Timoteo, Marianne Basler, Aurélien Recoing, Benno Fürmann

Termin(e): 01. Dezember 2005, 20:00 Regisseur wegen Krankheit nicht anwesend! – Scheelehaus, Stralsund

Ima

Findlingspreisträger dokumentART 2003 zur Interkulturellen Woche

In diesem sehr persönlichen Film erzählt Caterina Klusemann die Geschichte der Frauen ihrer Familie. Eng verbunden leben Großmutter, Mutter und Schwester gemeinsam in einem Haus in der Toskana. Die Großmutter hüllt ihre furchbaren Erlebnisse während der Shoah in einen immer unerträglicher werdenden Mantel des Schweigens. Erst die Kamera gibt der Filmemacherin den Mut, sich der Vergangenheit zu stellen. Als sie beginnt zuzuhören und nicht nur Fragen zu stellen, offenbart ihr die Großmutter die Wahrheit über die Vergangenheit.

Deutschland 2001, 58 min Dokumentarfilm

Regie: Caterina Klusemann

Schauspieler: Caterina Klusemann

Termin(e): 29. September 2005, 20:00 Regisseurin ist anwesend – Scheelehaus, Stralsund