Katharina Bullin – Und ich dachte, ich wär‘ die Größte

Findlingspreisträger dokumentART 2006 und anschl. Diskussionsangebot

Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau gewann Katharina Bullin mit der Volleyball-Nationalmannschaft der DDR eine Silbermedaille. 20 Jahre und 12 Operationen danach kann sie ohne Spezialmatratze nicht mehr schlafen. Ihre Geschichte ist eine Tragödie: Die einst gefeierte Leistungsträgerin des DDR-Sports wird mit Anfang 20 zur Invalidin. Ohne Selbstmitleid erzählt Katharina Bullin von Staatsdoping und der Gnadenlosigkeit sozialistischer Siegermentalität. Schonungslos entlarvt sie dabei den Zynismus eines Gesellschaftsentwurfs, in dem Menschen rücksichtslos missbraucht werden. Noch nie ist ein Dopingopfer so offensiv und ehrlich mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Film über Testosteron im Frauenkörper und die Lebensgeschichte einer Elitesportlerin, die nicht altern darf.

Deutschland 2005, 79 min

Regie: Marcus Welsch

Darstellerin: Katharina Bullin

Termin(e): 26. April 2007, 20:00 Regisseur und Katharina Bullin sind anwesend! – Scheelehaus, Stralsund

What the Bleep do we know / Ich weiß, dass ich nichts weiß

Dok-Film über die wichtigsten Fragen des Lebens

Was ist die Realität? Woher wissen wir wirklich, ob wir existieren? Wovon sprechen wir, wenn wir „Ich“ sagen? Gibt es einen Gott und wenn ja, wie können wir uns ihn (oder sie) vorstellen? Das sind neben vielen anderen die wichtigsten Fragen, mit denen sich der Film beschäftigt. Namhafte Experten wie Theoretische Physiker, Philosophen, Neurowissenschaftler und Biologen versuchen ihre Antworten zu geben. Einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme der USA aller Zeiten ist auch gleichzeitig einer der umstrittensten…

USA 2004, 113 min

Regie: William Arntz, Betsy Chasse, Mark Vicente

Interviews: Marlee Matlin, John Ross Bowie, Robert Bailey Jr.

Termin(e): 26. Oktober 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Die große Stille

Dok-Film über das Leben der Karthäuser

Die Klosteranlage La Grande Chartreuse liegt in der Nähe von Grenoble, umgeben von magischen Berggipfeln. Philip Gröning hat das Leben der Mönche mehrere Monate lang geteilt, hat wie sie in einer Zelle gelebt und nebenher gedreht. Er beschreibt ein Leben, das vom Gebot des Schweigens und von weltlicher Abgeschiedenheit geprägt ist und erzählt von Menschen, die ihre Lebenszeit in aller Klarheit Gott gewidmet haben. Entstanden ist ein schlichter und schöner Film, der den Blick fürs Wesentliche schärft. Ein Film, mehr Meditation als Abbild. Eine Reise in die Stille. Keine Musik, keine Interviews, keine Kommentare, kein zusätzliches Material. Nur der Lauf der Zeit, der Wechsel der Jahreszeiten und das sich immer wiederholende Element des Tages: das Gebet. Erst in der Stille beginnt man zu hören. Erst wenn die Sprache verstummt, beginnt man zu sehen.

Deutschland 2005, 169 min – Achtung Überlänge! – Scheelehaus, Stralsund

Regie: Philip Gröning

Termin(e): 15. Juni 2006, 20:00 Achtung Überlänge! – Scheelehaus, Stralsund

Die chinesischen Schuhe

Reise durch Chinas Landschaften und Geschichten

Auf den Spuren ihrer Großeltern begibt sich Tamara Wyss den Jangtse flussaufwärts. Gedreht wenige Wochen vor der Fertigstellung des Staudamms, alles ist in Bewegung, nicht nur die Flusslandschaft. Alte Städte werden abgerissen, neue gebaut, der Welt größter Staudamm lässt eine einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verschwinden. Im Gepäck hat Tamara Wyss Fotografien und Aufzeichnungen ihrer Großeltern und ein paar kleine chinesische Schuhe. Diese Dinge sind ihr Reiseführer durch das Land und zu den Menschen.

Deutschalnd, China 2004, 104 min Dok-Film

Regie: Tamara Wyss

Termin(e): 23. Februar 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Ima

Findlingspreisträger dokumentART 2003 zur Interkulturellen Woche

In diesem sehr persönlichen Film erzählt Caterina Klusemann die Geschichte der Frauen ihrer Familie. Eng verbunden leben Großmutter, Mutter und Schwester gemeinsam in einem Haus in der Toskana. Die Großmutter hüllt ihre furchbaren Erlebnisse während der Shoah in einen immer unerträglicher werdenden Mantel des Schweigens. Erst die Kamera gibt der Filmemacherin den Mut, sich der Vergangenheit zu stellen. Als sie beginnt zuzuhören und nicht nur Fragen zu stellen, offenbart ihr die Großmutter die Wahrheit über die Vergangenheit.

Deutschland 2001, 58 min Dokumentarfilm

Regie: Caterina Klusemann

Schauspieler: Caterina Klusemann

Termin(e): 29. September 2005, 20:00 Regisseurin ist anwesend – Scheelehaus, Stralsund