Sons of Norway

Friede, Freude, Bananenkuchen: Punk´s not Dad

13. Dezember 2012, 20:00

Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich 2011, 88 min, FSK: 12

R: Jens Lien D: Sven Nordin, Sonja Richter, Åsmund Høeg, John Lydon, Trond Nilssen u.a.

Norwegen, Dezember 1978. Es ist das letzte Weihnachtsfest, das Magnus, seine Frau Lone und ihre Söhne miteinander verbringen. Wenig später reißt ein Unfall die Hippie-Familie auseinander. Vater Magnus versucht seine Ideale wie freie Liebe, FKK und Anarcho-Phrasen verkrampft weiter aufrecht zu halten. Der 14-jährige Sohn Nicolaj flüchtet sich in die Punkszene, nimmt Drogen bis ihm Johnny Rotten, Frontmann der „Sex Pistols“, in einer Halluzination erscheint. Basierend auf den Jugenderinnerungen des norwegischen Autors Nikolaj Frobenius hat Regisseur Jens Lien diese skurril-komische, aber auch anrührend-gefühlvolle Coming-of-Age-Geschichte gekonnt in Szene gesetzt, in der die klassische Vater-Sohn-Hierarchie ausgehebelt wird und letztendlich ein junger und ein alter Jugendlicher miteinander auskommen müssen.

Termin: 13. Dezember 2012, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Anderland

Ultimative Satire auf eine perfekte Welt

Inmitten einer kargen Landschaft hält ein Bus und spuckt seinen einzigen Passagier aus. Andreas hat keine Ahnung, wie er hierher gekommen ist und was er tun soll, doch das braucht er auch nicht. Er wird in ein vorgefertigtes und anonymes Leben gesteckt, erhält Wohnung, einen Job, Kleider und Nahrung. Die Umgebung ist schön und die Arbeitskollegen sind nett. Bald findet er eine Freundin. Nach mehreren Nächten mit mechanischem Sex kommen Andreas erste Zweifel. Ist dies tatsächlich ein Leben, das er führen will? Er vermisst den Geschmack der Speisen, die Wirkung von Alkohol, es gibt keine Kinder und keine Emotionen.

Norwegen 2007, 96 min

Regie: Jens Lien

Schauspieler: Trond Fausa, Aurvaag Petronella, Barker Per Schaaning, Birgitte Larsen, Johannes Joner

Termin(e): 07. Februar 2008, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Factotum

Suff, Sex und andere Lebensinhalte

Charles Bukowskis Alter Ego Henry „Hank“ Chinaski (kongenial besetzt mit Matt Dillon) hält sich mit den verschiedensten Jobs über Wasser, um sich das leisten zu können, was ihn wirklich interessiert: Alkohol, Frauen, Zigaretten, Wetten abschließen und vor allem Geschichten schreiben, die niemand veröffentlichen will. Zwischen Drinks, stupiden Aushilfsjobs und kurzen Affären entfalten sich knappe komische und weniger komische Momentaufnahmen aus dem Leben eines Underdogs, den nach der ersten Veröffentlichung einer Kurzgeschichte plötzlicher Ruhm ereilt. Ihm zur Seite steht seine Bett- und Saufkumpanin, die mit fordernder Selbstverständlichkeit ihre Ansprüche an den Mann bringt. Bent Hamer (Kitchen Stories) verfilmt Charles Bukowskis zweiten Roman als andächtiges und heiter-melancholisches Episodendrama. Hamers lakonischer Humor harmoniert bestens mit dem Erzählstil seines Protagonisten.

Norwegen/USA 2005, 94 min

Regie: Bent Hamer

Schauspieler: Matt Dillon, Lili Taylo,r Marisa Tomei

Termin(e): 29. Juni 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund