Wunschbox

Hinterlasse hier doch deine Wünsche als Kommentar. Wir können dir nicht versprechen, dass es klappt. Aber ungelesen und unbeachtet bleibt dein Wunsch nicht!

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    “Guru”
    Originaltitel: “Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard”
    Produktion: Schweiz 2010
    Regie: Sabine Gisiger und Beat Häner
    Darsteller: Sheela Birnstiel und Hugh Milne
    Genre: Dokumentation
    Länge: 98 Minuten

    Dokumentarfilm über die Bhagwan-Bewegung

    Spiritualität und sexuelle Befreiung: Bhagwan Shree Rajneesh stillt in den 70er Jahren die Sehnsüchte junger gebildeter Menschen aus dem Westen, will sie zu höherem Bewusstsein führen. Der von konservativer Seite verpönte Inder schart tausende Jünger um sich, nennt sich “Guru der Reichen” und sorgt schließlich wegen seiner Rolls-Royce-Sammlung für Schlagzeilen. Die spirituelle Bewegung endet im Desaster. Ein Dokumentarfilm fragt: Wann begann es schief zu laufen?

    Quelle ->http://www.swr.de/kultur/film/guru-kinofilm/-/id=3240/nid=3240/did=6753062/18icydh/index.html

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    “Libanon”

    Der Film berichtet über junge israelische Soldaten, die den Libanon-Feldzug 1982 hautnah miterleben mussten. Eine der Hauptrollen spielt der junge Shmulik, der gemeinsam mit drei anderen jungen Soldaten Mitglied einer Panzertruppe ist. In einer zerstörten Stadt endet die “Reise” mit dem Panzer. Um sich vor palästinensischen Angriffen zu schützen, verbunkern sich die vier Soldaten in ihrem Gefährt. Mit dem Zielfernrohr können sie einen Übergriff durch Hisbollah-Kämpfer aus unmittelbarer Nähe sehen.

    ->http://www.youtube.com/watch?v=g80aEvJ_6dw

    Director: Samuel Maoz
    Stars: Yoav Donat, Itay Tiran and Oshri Cohen
    Release Date: 14 October 2010 (Germany)

  • http://www.realtimespacelab.com pro.sec

    “Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe”
    von Leander Haußmann

    schöner Film mit guter Musik…

    http://www.robert-zimmermann-derfilm.de/

  • Jürgen Schubert

    Hallo Gudrun,
    wir hatten kürzlich über Filmwünsche gesprochen. 2 Filme sind mir in letzter Zeit aufgefallen, die ich aber bislang nicht gesehen habe.

    - “Taste The Waste” ein Film über die tägliche Vernichtung von Nahrungsmitteln
    - “Arschkalt” ein Unterhaltungsfilm, der aber grad im CineStar gelaufen ist, hab ich leider verpasst.

    Ob die Filme für das anspruchsvolle Blendwerkpublikum geeignet sind, mag ich abschließend nicht beurteilen.
    Gruß Jürgen Schubert

    • Sascha

      Hallo Herr Schubert,

      die Wünsche können wir nur als Anregung mit aufnehmen und besprechen diese auch in der Programmsitzung. Meist liegen uns jedoch mehr Filme vor, als wir tatsächlich ins Programm bekommen. D.h. für jedes der fünf Genre, die wir mit einem Programm abdecken, haben wir jeweils drei Filme zur Auswahl und müssen dann gucken, ob wir sie disponieren können – was sehr umfangreich ist und recht schwierig sein kann.

      In der Hoffnung für Sie trotzdem interessante Filme zu zeigen?

      Grüße… Sascha E. Czucha

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    Celebration of Flight“/“Über allen Horizonten

    D 2009, R: Lara Juliette Sanders, digital, 78 Min
    Produktion: Lombardo Films

    Der 77-jährige schwedische Flug-Veteran Daniel Rundstroem und der 16-jährige Indianerjunge Rainstar haben nur ein Ziel: Sie wollen in einer Garage mitten im Dschungel der Karibikinsel Dominica ein Flugzeug bauen und damit beim “Sun-and-Fun-Festival”, einer der größten Flugshows in Florida, teilnehmen. Fünf Jahre lang haben die ungewöhnlichen Freunde zusammen an diesem Projekt gearbeitet.

    Ein Film über den letzten Traum eines alten Mannes, sein eigenes Flugzeug zu bauen, den großen Traum eines Indianerjungen, Pilot zu werden und den ewigen Traum vom Fliegen.

    Regisseurin Lara Juliette Sanders begleitete die beiden Männer dreieinhalb Jahre bei ihrem großen Abenteuer, das immer wieder kurz vor dem Scheitern stand. Der international schon vielfach ausgezeichnete Film, wird nun zum ersten Mal in einem deutschen Kino gezeigt.

    Vor der Vorstellung liest Lara Juliette Sanders aus „Einfach davongeflogen“, ihrem Buch über den Aufbruch in ein neues Leben

    Die DVD zum Dokumentarfilm “Über allen Horizonten (Celebration of Flight)” ist über die Produktionsfirma Lombardo Films office@lombardofilms.com zu beziehen.

    http://www.larasanders.com/
    http://www.youtube.com/watch?v=-Jh3IctqLlg

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    Empire Me

    Ein Dokumentarfilm von Paul Poet

    In Koproduktion mit Navigator Film (Österreich) und Minotaurus Film (Luxemburg)
    Gefördert durch MEDIA, Medienboard Berlin-Brandenburg, ÖFI – Österreichisches Filminstitut und Fonspa (Luxemburg)

    Am Rande der Globalisierung bauen sich hunderte Do-It-Yourself-Staaten ihre eigene kleine Welt. Mikronationen, Eco-Villages und Sezessionisten beschreiten alternative Wege des Zusammenlebens. Ein Road Movie zu Lande, zu Wasser und im Kopf.

    http://www.youtube.com/watch?v=g4QBtntg5IQ

    http://www.gebrueder-beetz.de/produktionen/empireme

  • Sascha

    Die Summe meiner einzelnen Teile

    Martins einzige Sicherheit sind die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin. Ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung – bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel.

    Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird…

    Regisseur Hans Weingartner („Die fetten Jahre sind vorbei“) zieht in seinem neuen Film alle Register des Psychodramas und wirft einen berauschend schönen, klaren Blick in den Grund des Aufbegehrens. Eine Geschichte von Freundschaft und Widerstand, Wut und Neuanfang. So einfach wie genial.

    Ab 2. Februar 2012 im LiWu – Rostock

    http://www.summemeinerteile.de/
    http://www.summemeinerteile.de/trailer.html

  • Sebastian

    Ein sehr interessantes Programm, aber wieso sind die ausländischen Filme fast nie OmdU? Bei der intellektuellen und weltoffenen Programmierung fast ein Wiederspruch!

    Gruß, Sebastian.

  • Sascha

    Work Hard – Play Hard

    Arbeit: Menschen, die nur mehr Human Capital sind, hinter glänzenden Paneelen, an denen keine eigene Kaffeetasse – dafür bitte zum Coffee Point – mehr steht (der non-territoriale Arbeitsplatz). Futuristische Gebäude, in denen nichts an Arbeit erinnern soll und die Human Resources in Meeting Points taskorientiert performen, nachdem sie vom Führungspersonal – ausgerichtet an ihrem Skill Set und dem Teamkodex – über die täglichen Aktivitätskennzahlen informiert worden sind (früher: Fahnenappell). „Da bin ich ganz bei dir“, sagt der im Waldcamp auf Selbstverpflichtung und Disziplin getrimmte Manager zum Mitarbeiter, dessen Stammdaten und Talenteinschätzung – ermittelt von einem bis in den Zentralkortex alles durchleuchtenden Assessment-Center – mittels Diagrammen im Netzwerk der Firma gespeichert sind (früher: Stasi). Was klingt wie eine düstere Science-Fiction-Vision, ist gesellschaftliche Realität. In präzise gewählten Kameraeinstellungen, in Settings, die so kühl und arrangiert wirken wie die Welt, die sie beschreiben, mit einer Tonspur, die das ununterbrochen tönende Managersprech sparsam durch Industrial Electronic Sounds unterbricht oder ihm auch mal die Luft abdreht, gelingt Carmen Losmann die adäquate Umsetzung eines eher abstrakten Themas. Aus diesem Film kommt man zu Eis erstarrt heraus. Aber für Freude als Motiv hätte es in der Management-Bewertungsskala auch nur eine miese Drei gegeben. Grit Lemke

    Kinostart: 12.04.2012
    Genre: Dokumentarfilm
    Produktionsland: Deutschland
    Produktionsjahr: 2011
    Länge: 90 (Min.)
    Verleih: Film Kino Text

    Regie: Carmen Losmann
    Drehbuch: Carmen Losmann
    Kamera: Matthias Schellenberg, Dirk Lütter
    Schnitt: Henk Drees

    http://www.kino-zeit.de/filme/work-hard-play-hard
    http://www.dok-leipzig.de/festival/filmfinder?film=Work%20Hard%20%20Play%20Hard

  • Sanne & Marko

    work hard – play hard
    Dokumentarfilm von Carmen Losmann
    Vermietung: Film Kino Text
    Material:

    Fotos
    Presseheft
    Pressestimmen
    Trailer
    Kinotrailer
    Link

    Auszeichnungen:
    FIPRESCI Preis DOK Leipzig 2011
    Preis der ökumenischen Jury DOK Leipzig 2011
    Healthy Workplaces Award DOK Leipzig 2011
    Goldener Schlüssel Dokumentarfilmfestival Kassel 2011

    Kurzinhalt:

    Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden.
    Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur ein Ziel, den Mitarbeiter und seine Leistung zu optimieren.

    Titel: work hard – play hard
    Produktionsland: Deutschland 2011
    Länge: 90 Min.
    Format: digtal CS 1:2,35
    Ton: Dolby 5.1
    FSK: 12 Jahre beantragt
    Bundesstart: 12. April 2012

    Regie, Buch: Carmen Losmann
    Kamera: Dirk Lütter
    Ton: Ulla Kösterke, Andreas Hildebrandt, Filipp Forberg
    Schnitt: Henk Drees
    Redaktion: Anne Even, ZDF/ARTE

  • http://www.other-europeans-film.de/ Grit Löhner

    DER ZERBROCHENE KLANG

    Seit ich aufgrund eigener Recherchen bezüglich meiner bessarabischen Wurzeln auf jenen Film aufmerksam geworden bin, welcher im April diesen Jahres veröffentlicht wurde, bin ich auf der Suche nach einem Kino in meiner Nähe, welches diesen (auch mir) zeigt. Das Gute liegt manchmal so nah … darum möchte ich meinen heimatstädtischen Filmclub bitten, sich Gedanken zu machen, ob “Der zerbrochene Klang”, vielleicht etwas für sein Programm wäre. Ich würde es ihm sehr danken!

    mit herzlichem Gruß

    Grit L. (Mensch und Musikerin … und große Filmfreundin …)

    • kontakt

      Liebe Frau Löhner,
      vielen Dank für Ihren Filmvorschlag. Das Programm für den Rest des Jahres ist bereits festgelegt. In der nächsten Filmsitzung (Frühlingsprogramm 2013) werden wir “Der zerbrochene Klang” in unsere Diskussion mitaufnehmen.

      Wir verbleiben mit freundlichem Gruß,

      Ihr Filmclub Blendwerk

  • Grit Löhner
  • C.Lorenz

    wie wäre es einmal 1. mit dem neuen Film von Emilio Estevez : dein Weg?
    2010 121 min.

    ist ein 2010 von David Alexanian und Emilio Estevez produzierter Film. Das amerikanisch-spanische Drama ist eine Zusammenarbeit zwischen Martin Sheen in der Hauptrolle und seinem Sohn, dem Regisseur Emilio Estevez, zu Ehren des durch Nordspanien verlaufenden Jakobswegs Camino Francés (span. Camino de Santiago) und zur Förderung der traditionellen Wallfahrt.

    2. Das Meer in mir Mar adentro Alejandro Amenábar
    Spanien, Frankreich, Italien 2004 125 min.

    El Mar Adentro

    El Mar Adentro (Das Meer in mir) erzählt die wahre Geschichte von Ramon Sampedro, einem 25-jährigen Fischer, welcher bei einem Kunstsprung verunfallt und zum Krüppel wird. Ramon, gespielt von Oscarpreisträger Javier Bardem, portraitiert in eindrucksvoller Weise den Kampf um Selbstbestimmung seines Lebens und einen würdevollen Tod. Der 28 Jahre anhaltende Kampf zeigt vor allem Emotionen und die besondere Beziehung zu seiner Familie. Obwohl Ramon vollständig gelähmt ist, kann er Menschen mit seinen Gedanken und Gefühlen noch immer bewegen. Während des Film tauchen unter anderem 2 Frauen im Handlungsgeschehen auf, die Ramon den Wert des Weiterlebens vermitteln. Ramon ist sich dessen bewußt und versucht dies jeden Tag aufs Neue anzuerkennen.
    Filmpreise & Anerkennung

    El Mar Adentro hat Zuschauer auf der ganzen Welt bewegt. Der Film bekam in mehreren Kategorien hohe Auszeichnungen und Anerkennungen.

  • Jahnert

    Wir würden gern 3 Filme mal in Stralsund sehen: 1. Helbra  2. Heinz und Fred  3. MansFeld

    Ist so eine Art Trilogie.

    zu 1.)  Deutschland 2003. Dokumentarfilm. Regie: Mario Schneider. – Länge: 70 Min. Bildformat: 4:3
              Drei Freunde und ihre Familien, ein kleines Dorf im Mansfelder Land und ein offenes Geheimnis. In einem Landstrich, in dem von der Jahrhunderte langen Tradition des Bergbaus nur noch ein Lied blieb, brechen weit entfernt geglaubte Probleme in die Kinderzimmer des Dorfes ein. Die sensible Dokumentation zeigt Michael, Markus und Husen beim Kampf gegen ihre Heroinsucht und ist – bei aller Düsternis – eine Liebeserklärung an den Landstrich und die Menschen, die keinen der Ihren verstoßen. Großen Raum in der dokumentarischen Schilderung nehmen die Familien von Michael und Husen ein, da beide noch im Elternhaus wohnen und ihre Angehörigen zwangsläufig Bestandteil ihrer Sucht waren. Die Familien unterscheiden sich, vor allem im Umgang mit Problemen, grundlegend voneinander. Husens Familie versinkt oft im Chaos, wenn es Probleme gibt. Keiner weiß mehr ein noch aus. Man ist wütend, wird laut, schreit sich an, tut einander weh und weiß nicht, wie es dazu kommt. Man verträgt sich wieder. Man liebt sich. Der Zuschauer steht zwischen allen Fronten, zwischen Wut und Verzeihen, Weinen und Lachen. In Michaels Familie wird viel geredet. Man versucht, sich gegenseitig zu verstehen, Ursachen zu finden, aber vor allem, Probleme anzunehmen. Sehr selten wird es laut. Man hat stellenweise den Eindruck, eine perfekte Familie zu beobachten. Niemand stellt sich die Frage „Warum gerade wir?”. Niemand versinkt in Selbstmitleid. Man versteht am Ende den Satz der Mutter, diese Zeit hätte auch etwas Gutes, sie schluckt dabei, in ihren Augen sammeln sich Tränen, „Diese Zeit hat unsere Familie stark gemacht…”. Sie weint und sagt noch lächelnd hinterher „Das ist keine Trauer, das sind Freudentränen.” Und man versteht, was sie meint.
    zu 2.) Dokumentarmärchenfilm von Mario Schneider | 81min. | 2008
             
    Heinz und Fred, Vater (69) und Sohn (25), leben unter einem Dach im kleinen Ahlsdorf im Mansfelder Land, mitten in Deutschland. Sie sind unzertrennlich und bewohnen ein riesiges Reich aus Stahl und Schrott. Unzählige uralte kaputte Maschinen haben sie bisher restauriert. Traktoren, Kräne, Bagger, Flugzeuge, Schiffe. Überall liegen die Zeichen vergangener und zukünftiger Arbeit. Doch in allen Einze…lteilen schlummern neue Ideen, neue Aufgaben. Heinz und Fred erwecken die Schrauben, die Kabel, die Bleche zu neuem Leben. Sie arbeiten ohne Auftrag und ohne Absicht der Verwendung. Sie stehen jeden Morgen um sechs gemeinsam auf und gehen abends, nach einem Tag harter Arbeit früh zu Bett. Es gibt viel zu tun. Ihr Leben scheint still zwischen der Hektik unserer Zeit zu stehen. zu 3.) MansFeld (2012), Deutschland Laufzeit 101 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm

    Tom, Sebastian und Paul sind im Mansfelder Land zuhause, einem kargen Landstrich in Sachsen-Anhalt. Früher wurde hier Bergbau betrieben, nun aber sind viele Leute arbeitslos und ohne gute Zukunftsaussichten. Doch jedes Jahr zu Pfingsten feiern die Mansfelder ein großes traditionelles Fest. Dabei werden die Geister des Winters vertrieben. Und die Hauptrolle übernehmen immer die Kinder. Der Dokumentarfilmer Mario Schneider hat drei sehr unterschiedliche Familien über einen längeren Zeitraum in ihrem Alltag und bei ihrer Vorbereitung auf das große Ereignis an Pfingsten begleitet. Dabei gelingt es ihm, den Kindern wirklich nahezukommen, ihre Ängste und Sorgen genauso zu zeigen wie auch ihre kindliche Freude am Leben. Große Themen wie Glaube oder die Liebe zu den Eltern werden ganz subtil gestreift, ohne dass alles auserzählt wird. Ein beeindruckendes und authentisches Stimmungsbild einer Region in Deutschland. Und gleichzeitig ein berührender Blick auf Kinder, die langsam in die Welt der Erwachsenen hineinfinden.

  • MADI

    Vergiss mein nicht! von David Sieveking wäre toll! 

    David zieht wieder zu Hause ein und übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter Gretel, um seinen Vater Malte zu entlasten, der sich seit seiner Pension vor fünf Jahren um seine Frau kümmert. Während Malte in der Schweiz für ein paar Wochen neue Kraft tankt, versucht sich David als Pfleger seiner Mutter. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter, die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt. Trotz ihrer zeitlich wie örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt Gretel heiter und gelassen: Sie hält sich für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte.David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie.Als David zusammen mit Gretel in die Schweiz fährt, um Malte aus seinen Ferien abzuholen, gewinnen seine Recherchen an Brisanz. Hier lebten seine Eltern in den 70er Jahren.David begegnet alten Genossen und Weggefährten, erfährt pikante Geschichten aus dem Liebesleben seiner Eltern, von den Krisen ihrer „offenen Ehe“. Nun, am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung, kommen sich Gretel und Malte so nah wie noch nie. Zum Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe einst begann. Es wird ihre letzte gemeinsame Reise.Aus Gretels Krankheit entsteht ein Neuanfang, und aus Davids biografischem Filmprojekt wird eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte.

  • Elke

    Ich würde es gut finden, wenn z.B. ein Kinderfilm jedes Wochenende laufen würde.
    Wie hoch sind denn die Eintrittspreise?

  • Sylke

    Grundsätzlich gibt es so viele nicht kommerzielle Filme , dass das Blendwerk ruhig jede Woche einen Film anbieten könnte. damit würde sich das Kino von dem Mainstream Angebot aus der Frankenstraße abgrenzen und vielen Stralsundern die Möglichkeit geben sich durch Film bestimmten Themen zu nähern. Ich denke da an Filme über das Leben und Sterben, über Demenz oder oder …
    Hier einige Vorschläge: halt auf freier Strecke, das leben ist Nichts für Feiglinge, The broken Circle, am Ende eines viel zu kurzen Tages, Liebe, das Lied des Lebens, Vergiss dein Ende, wie ein einziger Tag, usw.

    Auch Dokumentationen mit Anwesenheit der FilmemacherInnen und anschließender Diskussionsmöglichkeit wäre schön.

    Gruß S.

    • Andrea

      Liebe Sylke, bitte nicht vergessen, dass wir Blendwerker alle berufstätig sind und die Vorführungen nur durch viel ehrenamtliches Engagement und Einsatz einiger weniger aktiver Mitglieder nach der Arbeit zustande kommen. Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Filminteressierte zu einer Mitarbeit entschließen würden. Sehr gern würden wir noch viel mehr Filme zeigen, aber unsere personellen Kapazitäten sind begrenzt.

  • mitte

    am ende der milchstraße……danke schön für eure Energie. Niveau ist keine creme

  • Maria

    Bitte zeigt doch mal den ganz tollen und wichtigen Film “Voices of Transition” (http://voicesoftransition.org/de/film-sehen/ich-will-den-film-zeigen). Vielen Dank und weiter so!

  • Lorenz

    Wünsche: Jane´s Journey-die Lebensreise der Jane Goodall
    Maman ist kurz beim Friseur von Lea Pool
    Morgentau von H.Gerima

  • Steffi

    Ich wünsche mir “In meinem Kopf ein Universum”. Es wäre schön, wenn das umsetzbar wäre. Danke :-)

Captain Fantastic

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Ein Film für die ganze Familie, nur nicht für jede

02. März 2017, 20:00

Trailer zum Film

USA 2016, 118 min, FSK: 12

R: Matt Ross D: Viggo Mortensen, Frank Langella, Steve Zahn, Kathryn Hahn, Missi Pyle u.a.

Ben und Leslie haben sich in die Wildnis zurückgezogen, um ihre individuelle Utopie zu verwirklichen und ihre sechs Kinder zu kritischen, starken und intellektuellen Freidenkern zu erziehen. Bunt und vibrierend zeigt sich ihr anarchistischer Gegenentwurf zum politisch Korrekten und zum Normal-Sein. Als Leslie in eine Klinik muss und stirbt, ist Ben gezwungen mit seinen Sprösslingen der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung bei den Eltern von Leslie. Ihre Reise ist voller komischer wie herzzerreißender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Lou Andreas-Salomé

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Femme Fatale und Freigeist

16. März 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland, Österreich 2016, 113 min, FSK: 6

R: Cordula Kablitz-Post D: Katharina Lorenz, Nicole Heesters, Harald Schrott, Alexander Scheer u.a.

Sie verschmähte Nietzsche, verstieß Rilke, fesselte Freud. Wer war Lou Andreas-Salomé? Wo immer sie auch hinkam: Ihre Klugheit, ihre Sinnlichkeit, ihr unnahbares Wesen sorgten für Furore. “Von welchen Sternen sind wir uns hier einander zugefallen?”, flötete Nietzsche, als er sie 1882 in Rom erstmals sah. Gleich zweimal lehnte sie Nietzsches Heiratsantrag ab, ebenso wies sie seinen Freund Paul Rée (geboren in Neu Bartelshagen bei Stralsund) zurück. Cordula Kablitz-Post porträtiert die vergessene Philosophin und Schriftstellerin, die als erste Frau die Freudsche Psychoanalyse praktizierte; die 1861 in St. Petersburg geboren wurde und, statt zu heiraten, 1880 nach Zürich zog, um Vorlesungen zu Theologie, Philosophie, Logik an einer der wenigen Universitäten Europas zu hören, die Frauen damals zum Studium zuließen.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Herbert

Film/ Herbert

Ring frei für die letzte Runde

16. Februar 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2015, 109 min, FSK: 12

R: Thomas Stuber D: Peter Kurth, Lena Lauzemis, Marko Dyrlich u.a.

Herbert war einmal der Stolz von Leipzig. Meisterboxer, beinahe bei Olympia. Jetzt trainiert er einen jungen Boxer, macht Security, treibt für einen Kredithai Schulden ein. Seine längst erwachsene Tochter hat ihn nicht mehr gesehen, seit sie sechs war. Als er erstmals merkwürdige Muskelkrämpfe verspürt, stellt die Diagnose ALS sein Leben auf den Kopf. Er verliert langsam alles, was ihn ausgemacht hat: seine Muskeln, die Kontrolle über seinen Körper, Macht und Aura. Weil Herbert nie auf andere angewiesen sein wollte, hat er nicht das beste Verhältnis zu seinen Mitmenschen. Erst als er nicht mehr seiner Körperkraft trauen kann, tastet er in seinem großen, von Speck, Muskeln und Tätowierungen gepanzerten Körper nach Gefühlen. Er lädt seine Freundin zum Tanzen ein, auf dem Spielplatz lernt er seine Enkeltochter Ronja kennen. Er weiß, dass jetzt die Zeit für seinen letzten Kampf gekommen ist. Bei aller Melancholie des Krankheitsverlaufs enthält der Film hochkomische, hochpoetische Szenen, grandios sentimental, kraftvoll bewegend.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Rabbi Wolff – Ein Gentleman vor dem Herrn

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Der etwas andere Rabbiner

09. Februar 2017, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen.

Deutschland 2016, 90 min, FSK: o.A.

R: Britta Wauer

William Wolff, fast 90, ist der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet er. Britta Wauers berührender Dokumentarfilm zeigt den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland. Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Mahana – Eine Maori-Saga

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Geheimnisse und Lügen

19. Januar 2017, 20:00

Trailer zum Film

Neuseeland 2016, 103 min, FSK: 6

R: Lee Tamahori D: Nancy Brunning, Morrison Temuera, Akuhata Keefe, Jim Moriarty u.a.

Die Maori-Familien der Mahanas und Poatas leben an der Ostküste Neuseelands vom Schafe scheren. Zwischen den beiden Clans herrscht eine alte Feindschaft, die sich nicht nur bei den alljährlichen Schafschur-Wettbewerben als erbitterte Rivalität äußert. Auch innerhalb der Familie Mahana gibt es Spannungen, als immer öfter Tradition und Moderne aufeinanderprallen. Besonders der 14-jährige Simeon lehnt sich gegen seinen herrschsüchtigen und traditionell denkenden Großvater Tamihana auf. Einzig dessen Frau Ramona, das spirituelle Oberhaupt, hält die Familie zusammen. Als Simeon ein Foto seiner Großmutter mit dem Patriarchen des verhassten Poata-Clans findet, kommt er der Wahrheit hinter der Familienfehde auf die Spur… Lee Tamahoris Verfilmung des gleichnamigen Buches von Whale Rider-Autor Witi Ihimaera portraitiert unaufgeregt und mit herrlichen Bildern das harte Leben der Ureinwohner Neuseelands in den 1960er Jahren.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Toni Erdmann

Festival Cannes 2016

Schutzengel mit Perücke und Gebiss

05. Januar 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland, Österreich 2016, 162 min, FSK: 12

R: Maren Ade D: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Ingrid Burkhard, Ingrid Bisu u.a.

Die Schöne und das Biest: Maren Ades Komödie um eine Vater-Tochter-Beziehung war die Filmsensation des Jahres 2016. Der Musiklehrer Winfried, der sein Provinz-Dasein gerne mit Plastikgebiss, Billigperücke und Fake-Identitäten aufheitert, macht sich Sorgen um seine supererfolgreiche Tochter Ines. Beim Heimatbesuch hängt sie nur am Smartphone, glücklich ist sie jedenfalls nicht. Also sitzt Winfried bald in der Lobby ihrer Unternehmensberater-Firma in Bukarest, Überraschungsbesuch! Papa ist peinlich, und wie. Winfried reist ab – und kehrt in Gestalt von Toni Erdmann wieder zurück, als Coach von Ion Tiriac, wie er behauptet, mit besagtem Klappergebiss, Zottelperücke und Stretch-Limo. Und Ines fängt an, das Spiel mitzuspielen.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi