Wunschbox

Hinterlasse hier doch deine Wünsche als Kommentar. Wir können dir nicht versprechen, dass es klappt. Aber ungelesen und unbeachtet bleibt dein Wunsch nicht!

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    „Guru“
    Originaltitel: „Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard“
    Produktion: Schweiz 2010
    Regie: Sabine Gisiger und Beat Häner
    Darsteller: Sheela Birnstiel und Hugh Milne
    Genre: Dokumentation
    Länge: 98 Minuten

    Dokumentarfilm über die Bhagwan-Bewegung

    Spiritualität und sexuelle Befreiung: Bhagwan Shree Rajneesh stillt in den 70er Jahren die Sehnsüchte junger gebildeter Menschen aus dem Westen, will sie zu höherem Bewusstsein führen. Der von konservativer Seite verpönte Inder schart tausende Jünger um sich, nennt sich „Guru der Reichen“ und sorgt schließlich wegen seiner Rolls-Royce-Sammlung für Schlagzeilen. Die spirituelle Bewegung endet im Desaster. Ein Dokumentarfilm fragt: Wann begann es schief zu laufen?

    Quelle ->http://www.swr.de/kultur/film/guru-kinofilm/-/id=3240/nid=3240/did=6753062/18icydh/index.html

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    „Libanon“

    Der Film berichtet über junge israelische Soldaten, die den Libanon-Feldzug 1982 hautnah miterleben mussten. Eine der Hauptrollen spielt der junge Shmulik, der gemeinsam mit drei anderen jungen Soldaten Mitglied einer Panzertruppe ist. In einer zerstörten Stadt endet die “Reise” mit dem Panzer. Um sich vor palästinensischen Angriffen zu schützen, verbunkern sich die vier Soldaten in ihrem Gefährt. Mit dem Zielfernrohr können sie einen Übergriff durch Hisbollah-Kämpfer aus unmittelbarer Nähe sehen.

    ->http://www.youtube.com/watch?v=g80aEvJ_6dw

    Director: Samuel Maoz
    Stars: Yoav Donat, Itay Tiran and Oshri Cohen
    Release Date: 14 October 2010 (Germany)

  • http://www.realtimespacelab.com pro.sec

    „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“
    von Leander Haußmann

    schöner Film mit guter Musik…

    http://www.robert-zimmermann-derfilm.de/

  • Jürgen Schubert

    Hallo Gudrun,
    wir hatten kürzlich über Filmwünsche gesprochen. 2 Filme sind mir in letzter Zeit aufgefallen, die ich aber bislang nicht gesehen habe.

    – „Taste The Waste“ ein Film über die tägliche Vernichtung von Nahrungsmitteln
    – „Arschkalt“ ein Unterhaltungsfilm, der aber grad im CineStar gelaufen ist, hab ich leider verpasst.

    Ob die Filme für das anspruchsvolle Blendwerkpublikum geeignet sind, mag ich abschließend nicht beurteilen.
    Gruß Jürgen Schubert

    • Sascha

      Hallo Herr Schubert,

      die Wünsche können wir nur als Anregung mit aufnehmen und besprechen diese auch in der Programmsitzung. Meist liegen uns jedoch mehr Filme vor, als wir tatsächlich ins Programm bekommen. D.h. für jedes der fünf Genre, die wir mit einem Programm abdecken, haben wir jeweils drei Filme zur Auswahl und müssen dann gucken, ob wir sie disponieren können – was sehr umfangreich ist und recht schwierig sein kann.

      In der Hoffnung für Sie trotzdem interessante Filme zu zeigen?

      Grüße… Sascha E. Czucha

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    Celebration of Flight“/“Über allen Horizonten

    D 2009, R: Lara Juliette Sanders, digital, 78 Min
    Produktion: Lombardo Films

    Der 77-jährige schwedische Flug-Veteran Daniel Rundstroem und der 16-jährige Indianerjunge Rainstar haben nur ein Ziel: Sie wollen in einer Garage mitten im Dschungel der Karibikinsel Dominica ein Flugzeug bauen und damit beim „Sun-and-Fun-Festival“, einer der größten Flugshows in Florida, teilnehmen. Fünf Jahre lang haben die ungewöhnlichen Freunde zusammen an diesem Projekt gearbeitet.

    Ein Film über den letzten Traum eines alten Mannes, sein eigenes Flugzeug zu bauen, den großen Traum eines Indianerjungen, Pilot zu werden und den ewigen Traum vom Fliegen.

    Regisseurin Lara Juliette Sanders begleitete die beiden Männer dreieinhalb Jahre bei ihrem großen Abenteuer, das immer wieder kurz vor dem Scheitern stand. Der international schon vielfach ausgezeichnete Film, wird nun zum ersten Mal in einem deutschen Kino gezeigt.

    Vor der Vorstellung liest Lara Juliette Sanders aus „Einfach davongeflogen“, ihrem Buch über den Aufbruch in ein neues Leben

    Die DVD zum Dokumentarfilm „Über allen Horizonten (Celebration of Flight)“ ist über die Produktionsfirma Lombardo Films office@lombardofilms.com zu beziehen.

    http://www.larasanders.com/
    http://www.youtube.com/watch?v=-Jh3IctqLlg

  • http://www.realtimespacelab.com Sascha

    Empire Me

    Ein Dokumentarfilm von Paul Poet

    In Koproduktion mit Navigator Film (Österreich) und Minotaurus Film (Luxemburg)
    Gefördert durch MEDIA, Medienboard Berlin-Brandenburg, ÖFI – Österreichisches Filminstitut und Fonspa (Luxemburg)

    Am Rande der Globalisierung bauen sich hunderte Do-It-Yourself-Staaten ihre eigene kleine Welt. Mikronationen, Eco-Villages und Sezessionisten beschreiten alternative Wege des Zusammenlebens. Ein Road Movie zu Lande, zu Wasser und im Kopf.

    http://www.youtube.com/watch?v=g4QBtntg5IQ

    http://www.gebrueder-beetz.de/produktionen/empireme

  • Sascha

    Die Summe meiner einzelnen Teile

    Martins einzige Sicherheit sind die Zahlen. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs in einem großen Unternehmen, verdiente gut, hatte eine Freundin. Ein geordnetes Leben. Er arbeitete bis zur Erschöpfung – bis er zusammenbrach und die Welt in tausend Einzelteile zerfiel.

    Nach der Entlassung aus der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird…

    Regisseur Hans Weingartner („Die fetten Jahre sind vorbei“) zieht in seinem neuen Film alle Register des Psychodramas und wirft einen berauschend schönen, klaren Blick in den Grund des Aufbegehrens. Eine Geschichte von Freundschaft und Widerstand, Wut und Neuanfang. So einfach wie genial.

    Ab 2. Februar 2012 im LiWu – Rostock

    http://www.summemeinerteile.de/
    http://www.summemeinerteile.de/trailer.html

  • Sebastian

    Ein sehr interessantes Programm, aber wieso sind die ausländischen Filme fast nie OmdU? Bei der intellektuellen und weltoffenen Programmierung fast ein Wiederspruch!

    Gruß, Sebastian.

  • Sascha

    Work Hard – Play Hard

    Arbeit: Menschen, die nur mehr Human Capital sind, hinter glänzenden Paneelen, an denen keine eigene Kaffeetasse – dafür bitte zum Coffee Point – mehr steht (der non-territoriale Arbeitsplatz). Futuristische Gebäude, in denen nichts an Arbeit erinnern soll und die Human Resources in Meeting Points taskorientiert performen, nachdem sie vom Führungspersonal – ausgerichtet an ihrem Skill Set und dem Teamkodex – über die täglichen Aktivitätskennzahlen informiert worden sind (früher: Fahnenappell). „Da bin ich ganz bei dir“, sagt der im Waldcamp auf Selbstverpflichtung und Disziplin getrimmte Manager zum Mitarbeiter, dessen Stammdaten und Talenteinschätzung – ermittelt von einem bis in den Zentralkortex alles durchleuchtenden Assessment-Center – mittels Diagrammen im Netzwerk der Firma gespeichert sind (früher: Stasi). Was klingt wie eine düstere Science-Fiction-Vision, ist gesellschaftliche Realität. In präzise gewählten Kameraeinstellungen, in Settings, die so kühl und arrangiert wirken wie die Welt, die sie beschreiben, mit einer Tonspur, die das ununterbrochen tönende Managersprech sparsam durch Industrial Electronic Sounds unterbricht oder ihm auch mal die Luft abdreht, gelingt Carmen Losmann die adäquate Umsetzung eines eher abstrakten Themas. Aus diesem Film kommt man zu Eis erstarrt heraus. Aber für Freude als Motiv hätte es in der Management-Bewertungsskala auch nur eine miese Drei gegeben. Grit Lemke

    Kinostart: 12.04.2012
    Genre: Dokumentarfilm
    Produktionsland: Deutschland
    Produktionsjahr: 2011
    Länge: 90 (Min.)
    Verleih: Film Kino Text

    Regie: Carmen Losmann
    Drehbuch: Carmen Losmann
    Kamera: Matthias Schellenberg, Dirk Lütter
    Schnitt: Henk Drees

    http://www.kino-zeit.de/filme/work-hard-play-hard
    http://www.dok-leipzig.de/festival/filmfinder?film=Work%20Hard%20%20Play%20Hard

  • Sanne & Marko

    work hard – play hard
    Dokumentarfilm von Carmen Losmann
    Vermietung: Film Kino Text
    Material:

    Fotos
    Presseheft
    Pressestimmen
    Trailer
    Kinotrailer
    Link

    Auszeichnungen:
    FIPRESCI Preis DOK Leipzig 2011
    Preis der ökumenischen Jury DOK Leipzig 2011
    Healthy Workplaces Award DOK Leipzig 2011
    Goldener Schlüssel Dokumentarfilmfestival Kassel 2011

    Kurzinhalt:

    Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden.
    Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur ein Ziel, den Mitarbeiter und seine Leistung zu optimieren.

    Titel: work hard – play hard
    Produktionsland: Deutschland 2011
    Länge: 90 Min.
    Format: digtal CS 1:2,35
    Ton: Dolby 5.1
    FSK: 12 Jahre beantragt
    Bundesstart: 12. April 2012

    Regie, Buch: Carmen Losmann
    Kamera: Dirk Lütter
    Ton: Ulla Kösterke, Andreas Hildebrandt, Filipp Forberg
    Schnitt: Henk Drees
    Redaktion: Anne Even, ZDF/ARTE

  • http://www.other-europeans-film.de/ Grit Löhner

    DER ZERBROCHENE KLANG

    Seit ich aufgrund eigener Recherchen bezüglich meiner bessarabischen Wurzeln auf jenen Film aufmerksam geworden bin, welcher im April diesen Jahres veröffentlicht wurde, bin ich auf der Suche nach einem Kino in meiner Nähe, welches diesen (auch mir) zeigt. Das Gute liegt manchmal so nah … darum möchte ich meinen heimatstädtischen Filmclub bitten, sich Gedanken zu machen, ob „Der zerbrochene Klang“, vielleicht etwas für sein Programm wäre. Ich würde es ihm sehr danken!

    mit herzlichem Gruß

    Grit L. (Mensch und Musikerin … und große Filmfreundin …)

    • kontakt

      Liebe Frau Löhner,
      vielen Dank für Ihren Filmvorschlag. Das Programm für den Rest des Jahres ist bereits festgelegt. In der nächsten Filmsitzung (Frühlingsprogramm 2013) werden wir „Der zerbrochene Klang“ in unsere Diskussion mitaufnehmen.

      Wir verbleiben mit freundlichem Gruß,

      Ihr Filmclub Blendwerk

  • Grit Löhner
  • C.Lorenz

    wie wäre es einmal 1. mit dem neuen Film von Emilio Estevez : dein Weg?
    2010 121 min.

    ist ein 2010 von David Alexanian und Emilio Estevez produzierter Film. Das amerikanisch-spanische Drama ist eine Zusammenarbeit zwischen Martin Sheen in der Hauptrolle und seinem Sohn, dem Regisseur Emilio Estevez, zu Ehren des durch Nordspanien verlaufenden Jakobswegs Camino Francés (span. Camino de Santiago) und zur Förderung der traditionellen Wallfahrt.

    2. Das Meer in mir Mar adentro Alejandro Amenábar
    Spanien, Frankreich, Italien 2004 125 min.

    El Mar Adentro

    El Mar Adentro (Das Meer in mir) erzählt die wahre Geschichte von Ramon Sampedro, einem 25-jährigen Fischer, welcher bei einem Kunstsprung verunfallt und zum Krüppel wird. Ramon, gespielt von Oscarpreisträger Javier Bardem, portraitiert in eindrucksvoller Weise den Kampf um Selbstbestimmung seines Lebens und einen würdevollen Tod. Der 28 Jahre anhaltende Kampf zeigt vor allem Emotionen und die besondere Beziehung zu seiner Familie. Obwohl Ramon vollständig gelähmt ist, kann er Menschen mit seinen Gedanken und Gefühlen noch immer bewegen. Während des Film tauchen unter anderem 2 Frauen im Handlungsgeschehen auf, die Ramon den Wert des Weiterlebens vermitteln. Ramon ist sich dessen bewußt und versucht dies jeden Tag aufs Neue anzuerkennen.
    Filmpreise & Anerkennung

    El Mar Adentro hat Zuschauer auf der ganzen Welt bewegt. Der Film bekam in mehreren Kategorien hohe Auszeichnungen und Anerkennungen.

  • Jahnert

    Wir würden gern 3 Filme mal in Stralsund sehen: 1. Helbra  2. Heinz und Fred  3. MansFeld

    Ist so eine Art Trilogie.

    zu 1.)  Deutschland 2003. Dokumentarfilm. Regie: Mario Schneider. – Länge: 70 Min. Bildformat: 4:3
              Drei Freunde und ihre Familien, ein kleines Dorf im Mansfelder Land und ein offenes Geheimnis. In einem Landstrich, in dem von der Jahrhunderte langen Tradition des Bergbaus nur noch ein Lied blieb, brechen weit entfernt geglaubte Probleme in die Kinderzimmer des Dorfes ein. Die sensible Dokumentation zeigt Michael, Markus und Husen beim Kampf gegen ihre Heroinsucht und ist – bei aller Düsternis – eine Liebeserklärung an den Landstrich und die Menschen, die keinen der Ihren verstoßen. Großen Raum in der dokumentarischen Schilderung nehmen die Familien von Michael und Husen ein, da beide noch im Elternhaus wohnen und ihre Angehörigen zwangsläufig Bestandteil ihrer Sucht waren. Die Familien unterscheiden sich, vor allem im Umgang mit Problemen, grundlegend voneinander. Husens Familie versinkt oft im Chaos, wenn es Probleme gibt. Keiner weiß mehr ein noch aus. Man ist wütend, wird laut, schreit sich an, tut einander weh und weiß nicht, wie es dazu kommt. Man verträgt sich wieder. Man liebt sich. Der Zuschauer steht zwischen allen Fronten, zwischen Wut und Verzeihen, Weinen und Lachen. In Michaels Familie wird viel geredet. Man versucht, sich gegenseitig zu verstehen, Ursachen zu finden, aber vor allem, Probleme anzunehmen. Sehr selten wird es laut. Man hat stellenweise den Eindruck, eine perfekte Familie zu beobachten. Niemand stellt sich die Frage „Warum gerade wir?“. Niemand versinkt in Selbstmitleid. Man versteht am Ende den Satz der Mutter, diese Zeit hätte auch etwas Gutes, sie schluckt dabei, in ihren Augen sammeln sich Tränen, „Diese Zeit hat unsere Familie stark gemacht…“. Sie weint und sagt noch lächelnd hinterher „Das ist keine Trauer, das sind Freudentränen.“ Und man versteht, was sie meint.
    zu 2.) Dokumentarmärchenfilm von Mario Schneider | 81min. | 2008
             
    Heinz und Fred, Vater (69) und Sohn (25), leben unter einem Dach im kleinen Ahlsdorf im Mansfelder Land, mitten in Deutschland. Sie sind unzertrennlich und bewohnen ein riesiges Reich aus Stahl und Schrott. Unzählige uralte kaputte Maschinen haben sie bisher restauriert. Traktoren, Kräne, Bagger, Flugzeuge, Schiffe. Überall liegen die Zeichen vergangener und zukünftiger Arbeit. Doch in allen Einze…lteilen schlummern neue Ideen, neue Aufgaben. Heinz und Fred erwecken die Schrauben, die Kabel, die Bleche zu neuem Leben. Sie arbeiten ohne Auftrag und ohne Absicht der Verwendung. Sie stehen jeden Morgen um sechs gemeinsam auf und gehen abends, nach einem Tag harter Arbeit früh zu Bett. Es gibt viel zu tun. Ihr Leben scheint still zwischen der Hektik unserer Zeit zu stehen. zu 3.) MansFeld (2012), Deutschland Laufzeit 101 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm

    Tom, Sebastian und Paul sind im Mansfelder Land zuhause, einem kargen Landstrich in Sachsen-Anhalt. Früher wurde hier Bergbau betrieben, nun aber sind viele Leute arbeitslos und ohne gute Zukunftsaussichten. Doch jedes Jahr zu Pfingsten feiern die Mansfelder ein großes traditionelles Fest. Dabei werden die Geister des Winters vertrieben. Und die Hauptrolle übernehmen immer die Kinder. Der Dokumentarfilmer Mario Schneider hat drei sehr unterschiedliche Familien über einen längeren Zeitraum in ihrem Alltag und bei ihrer Vorbereitung auf das große Ereignis an Pfingsten begleitet. Dabei gelingt es ihm, den Kindern wirklich nahezukommen, ihre Ängste und Sorgen genauso zu zeigen wie auch ihre kindliche Freude am Leben. Große Themen wie Glaube oder die Liebe zu den Eltern werden ganz subtil gestreift, ohne dass alles auserzählt wird. Ein beeindruckendes und authentisches Stimmungsbild einer Region in Deutschland. Und gleichzeitig ein berührender Blick auf Kinder, die langsam in die Welt der Erwachsenen hineinfinden.

  • MADI

    Vergiss mein nicht! von David Sieveking wäre toll! 

    David zieht wieder zu Hause ein und übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter Gretel, um seinen Vater Malte zu entlasten, der sich seit seiner Pension vor fünf Jahren um seine Frau kümmert. Während Malte in der Schweiz für ein paar Wochen neue Kraft tankt, versucht sich David als Pfleger seiner Mutter. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter, die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt. Trotz ihrer zeitlich wie örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt Gretel heiter und gelassen: Sie hält sich für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte.David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie.Als David zusammen mit Gretel in die Schweiz fährt, um Malte aus seinen Ferien abzuholen, gewinnen seine Recherchen an Brisanz. Hier lebten seine Eltern in den 70er Jahren.David begegnet alten Genossen und Weggefährten, erfährt pikante Geschichten aus dem Liebesleben seiner Eltern, von den Krisen ihrer „offenen Ehe“. Nun, am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung, kommen sich Gretel und Malte so nah wie noch nie. Zum Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe einst begann. Es wird ihre letzte gemeinsame Reise.Aus Gretels Krankheit entsteht ein Neuanfang, und aus Davids biografischem Filmprojekt wird eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte.

  • Elke

    Ich würde es gut finden, wenn z.B. ein Kinderfilm jedes Wochenende laufen würde.
    Wie hoch sind denn die Eintrittspreise?

  • Sylke

    Grundsätzlich gibt es so viele nicht kommerzielle Filme , dass das Blendwerk ruhig jede Woche einen Film anbieten könnte. damit würde sich das Kino von dem Mainstream Angebot aus der Frankenstraße abgrenzen und vielen Stralsundern die Möglichkeit geben sich durch Film bestimmten Themen zu nähern. Ich denke da an Filme über das Leben und Sterben, über Demenz oder oder …
    Hier einige Vorschläge: halt auf freier Strecke, das leben ist Nichts für Feiglinge, The broken Circle, am Ende eines viel zu kurzen Tages, Liebe, das Lied des Lebens, Vergiss dein Ende, wie ein einziger Tag, usw.

    Auch Dokumentationen mit Anwesenheit der FilmemacherInnen und anschließender Diskussionsmöglichkeit wäre schön.

    Gruß S.

    • Andrea

      Liebe Sylke, bitte nicht vergessen, dass wir Blendwerker alle berufstätig sind und die Vorführungen nur durch viel ehrenamtliches Engagement und Einsatz einiger weniger aktiver Mitglieder nach der Arbeit zustande kommen. Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Filminteressierte zu einer Mitarbeit entschließen würden. Sehr gern würden wir noch viel mehr Filme zeigen, aber unsere personellen Kapazitäten sind begrenzt.

  • mitte

    am ende der milchstraße……danke schön für eure Energie. Niveau ist keine creme

  • Maria

    Bitte zeigt doch mal den ganz tollen und wichtigen Film „Voices of Transition“ (http://voicesoftransition.org/de/film-sehen/ich-will-den-film-zeigen). Vielen Dank und weiter so!

  • Lorenz

    Wünsche: Jane´s Journey-die Lebensreise der Jane Goodall
    Maman ist kurz beim Friseur von Lea Pool
    Morgentau von H.Gerima

  • Steffi

    Ich wünsche mir „In meinem Kopf ein Universum“. Es wäre schön, wenn das umsetzbar wäre. Danke 🙂

  • Steffi

    Hallo,
    Ich würde mir wünschen, dass ihr den Film „Nebel im August“ mal ausstrahlen könntet. Danke 🙂

Die Schlösser aus Sand

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Ein Haus voller Gefühle

18. Januar 2018, 20:00

Trailer zum Film

Frankreich 2015, 102 min, FSK: 12

R: Olivier Jahan D: Yannick Renier, Emma de Caunes, Jeanne Rosa, Alain Chamfort, Christine Brücher u.a.

Bretagne, Côtes d’Armor, Éléonore ist mit ihrem Ex-Freund Samuel in das Haus ihres Vaters am Meer zurückgekehrt, in dem sie und Samuel viele glückliche Sommer verbracht haben, als sie noch ein Paar waren. Nach dem Tod des Vaters muss Éléonore das Haus verkaufen und Samuel hat ihr angeboten, dabei zu helfen. Eigentlich wissen beide, dass sie noch viel für einander empfinden, aber sie kommen nicht dazu gemeinsam in schönen Erinnerungen zu schwelgen, denn die Immobilienmaklerin Claire führt einen potentiellen Käufer nach dem anderen durch das Haus und eine Nachbarin die das Ganze aus der Ferne beobachtet, scheint ihre eigenen Erinnerungen an das Haus und Éléonores Vater zu haben. Olivier Jahan zeigt in seinem romantischen Kammerspiel sehr charmant eine literarisch cineastische Version von der Liebe, die beendet ist und doch fortbesteht.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Born to Be Blue

Genie oder Junkie

15. März 2018, 20:00

Trailer zum Film

Kanada, GB 2016, 97 min, FSK: 12

R: Robert Budreau D: Ethan Hawke, Carmen Ejogo, Stephen McHattie, Callum Keith Rennie u.a.

Der Trompeter Chet Baker (1929-1988) gehört zu den prägenden Künstlern des Jazz. Nach einem kometenhaften Aufstieg in den 1950er Jahren, gefeiert als der „James Dean of Jazz“, war Chet Baker schon zehn Jahre später am Ende. Zerrissen von seinen inneren Dämonen, von Drogen und Exzessen des Musikerlebens, begegnet er einer Frau, mit der wieder alles möglich scheint. Angefeuert von seiner neuen Leidenschaft und ihrem bedingungslosen Glauben an ihn, kämpft sich Baker zurück und erschafft so einige der unvergesslichsten Musikaufnahmen seiner Karriere. Robert Budreau erzählt von einem Wendepunkt im Leben des legendären Jazz-Trompeters, teils anhand von Fakten, teils fiktiv. Eine eindrucksvolle Comeback-Story und eine Liebeserklärung an einen begnadeten Musiker.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Die göttliche Ordnung

In einem Land vor unserer Zeit

01. März 2018, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Stralsund:

Schweiz 2017, 96 min, FSK: 6

R: Petra Volpe D: Marie Leuenberger, Maximilian Simonischek, Sibylle Brunner u.a.

Schweiz, 1970/71: Nora, eine junge Hausfrau, lebt mit Mann, zwei Söhnen und Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät gehörig ins Wanken, als Nora sich für das Frauenwahlrecht einsetzt, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch andere Frauen angesteckt. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen nicht nur für ihre Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Dorfgemeinschaft zu zerbrechen. In ihrer warmherzigen Komödie lässt Regisseurin Petra Volpe chauvinistische Vorurteile und Frauen-Solidarität aufeinander treffen. Differenziert zeigt sie, dass auch Männer unter der rigiden Rollenteilung leiden. Ein Film mit Happy End: Am 7. Februar 1971 erhalten die Schweizerinnen das Stimm- und Wahlrecht.

 

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Körper und Seele

Der Weg allen Fleisches

15. Februar 2018, 20:00

Trailer zum Film

Ungarn 2017, 115 min, FSK: 12

R: Ildikó Enyedi D: Tamás Jordán, Géza Morcsányi, Szandra Borbély u.a.

Die neue Qualitätskontrolleurin Mária tritt ihre Arbeit im Schlachthof an. Eine eigentümliche Frau, das sieht Endre, Finanzdirektor des Schlachthofs, sofort: Steif, fast roboterhaft, mit unbewegtem Blick sucht sie einen unbesetzten Tisch in der Kantine. Und doch ist sie von einer elfenhaften Schönheit, die Endre nicht verborgen bleibt. Dann kommt durch einen Zufall heraus, dass Endre und Mária in der Nacht zuvor dasselbe geträumt haben: Ein Hirsch trifft in einem verschneiten Wald eine Hirschkuh. Langsam, sehr langsam kommen sich Endre und Mária, zwei Menschen mit großen Wunden auf der Seele, näher. Eine Liebesgeschichte – verhalten und doch romantisch, langsam und doch packend, märchenhaft und doch realistisch. Und das an einem Ort, wo Liebe gar nicht möglich scheint: in einem Schlachthof, diesem archaischen, blutgetränkten Ort.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Die Migrantigen

Was macht man so als Ausländer?

25. Januar 2018, 20:00

Trailer zum Film

Österreich 2017, 98 min, FSK: 12

R: Arman T. Riahi D: Aleksandar Petrovic, Faris E. Rahoma, Doris Schretzmayer, Josef Hader u.a.

Rudolfsgrund – ein fiktives multikulturelles Vorstadtviertel in Wien, wo aktuell jeder zweite Einwohner Migrationshintergrund hat. So auch Benny, arbeitsloser Schauspieler, und sein Freund Marko. Als Benny beim Vorsprechen für eine Rolle scheitert und Markos Werbeagentur in finanzielle Schieflage gerät, werden sie von Fernsehjournalistin Marlene Weizenhuber als mögliche Protagonisten für eine TV-Serie über den sozialen Brennpunkt Rudolfsgrund entdeckt. Die beiden voll in die österreichische Gesellschaft integrierten Freunde wittern das große Geld. Gecoacht vom Türken Juwel berichten sie über ihr fiktives Leben im Problemviertel, mimen Zuhälter und Drogendealer bis sich das Blatt wendet und die von ihnen erfundene Wirklichkeit sie einholt. Vergnügt und furchtlos stellt Arman Riahi sämtliche Klischees von „echten“ und „falschen“ Aus- und Inländern auf den Kopf und zeigt eine Mediengesellschaft, die sich weniger an Tatsachen als an „alternativen Fakten“ orientiert.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Hell or High Water

Film/ Hell Or High Water

Auf Beutezug durch Trump-Country

04. Januar 2018, 20:00

Trailer zum Film

USA 2016, 102 min, FSK: 12

R: David Mackenzie D: Jeff Bridges, Ben Foster, Chris Pine u.a.

Zwei Brüder – der rechtschaffene Toby und der jähzornige Ex-Häftling Tanner – begehen gemeinsam mehrere Banküberfälle, um zu verhindern, dass die hochverschuldete Farm ihrer Familie an die Bank zurückfällt. Dies ist ihr letzter, verzweifelter Kampf um eine Zukunft, die ihnen unter den Füßen weggezogen wurde. Ihr Plan scheint aufzugehen, bis sie ins Visier des unerbittlichen Texas Rangers Hamilton geraten, einem wahrhaft aufrichtigen Gesetzeshüter, der kurz vor seinem Ruhestand noch einen großen Triumph feiern will. Der knallharte Thriller, der anstelle von sinnlosen Schießereien auf eine souveräne Dramaturgie und ausgearbeitete Charaktere setzt, erzählt tiefgründig und zugleich sehr unterhaltsam von Geldnot, Angst und Ausweglosigkeit. Wer immer noch erstaunt ist angesichts des Ausgangs der Präsidentschaftswahl in den USA, dem kann dieser Film beim Verstehen helfen.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi