Der Dieb des Lichts

Flirrende Lichtkomödie

Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgisistans. Der örtliche Elektriker Svet-Ake ist die Lichtgestalt des Films, ein leiser, allzeit hilfsbereiter, spitzbübischer, bisweilen auch naiver, schüchterner Held mit einem offenen Ohr für alle Sorgen und Kümmernisse der Umgebung, aber auch für Stromrechnungen, die wegen der Privatisierung der alten staatlichen Stromkraftwerke in astronomische Höhen geschossen sind. Und so lässt Svet-Ake die Stromzähler schon mal rückwärts laufen – bis er seinen Posten verliert. Zugleich ist er ein liebevoller Träumer mit einer kühnen Vision, die das Dorf aus der Misere führen und für zukünftige Generationen lebenswert machen soll: einen riesigen Windpark will er bauen. Um diesen realisieren zu können, muss sich Svet-Ake mit dem neuen Bürgermeister arrangieren, der mit einem windigen Investor unter einer Decke steckt. Aktan Arym Kubat begleitet und beobachtet seine Hauptfigur mit unendlicher Sympathie. Svet-Ake ist das personifizierte Gute, das freilich, wie so oft, in seinen Grundfesten bedroht wird. Die Welt ist nicht für solche uneigennützigen Visionäre geschaffen: Dem Idealismus Svet-Akes stehen handfeste materielle Interessen einer neuen, brutal agierenden Funktionärselite entgegen. Nach dem mehrfach preisgekrönten „Beschkempir“ (1998) bringt Aktan Arym Kubat erneut Licht und Luft der kirgisischen Landschaften zum Tanzen und erzählt eine lebensmutige wie bewegende Geschichte, mit betörender Bilderkraft und feinsinnigem Humor.

Kirgisien/Deutschland/Frankreich/NL 2010, 80 min

Regie: Aktan Arym Kubat

Darsteller: Aktan Arym Kubat, Taalaikan Abazova, Askat Sulaimanov, Asan Amanov, Stanbek Toichubaev u.a.

Termin(e): 09. Juni 2011, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

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Frank Zappa – Eat That Question

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Mit seinen eigenen Worten

2. November 2017, 20:00

 

Trailer zum Film

 

Deutschland 2016, 90 min, FSK: 12

R: Thorsten Schütte D: Frank Zappa u.a.

Dokumentation über den berühmten, mit nur 52 Jahren verstorbenen Rockmusiker Frank Zappa, bestehend aus Konzertaufnahmen, Nachrichtenschnipseln und Interviews, die über eine Zeitspanne von 25 Jahren geführt wurden. Frank Zappa nahm mehr als hundert Alben auf. Er prägte die Rockmusik musikalisch, weil er seine Lieder collagenartig komponierte und verschiedene Stile bediente, er prägte sie mit seinen aufs Zeitgeschehen zielenden, satirischen und absurden Texten – und mit seinem markanten Äußeren.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Die andere Seite des Hoffnung

Film: Die andere Seite der Hoffnung

Einmal Lebenskrise, einmal Lebensgefahr

14. Dezember 2017, 20:00

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Finnland 2017, 98 min, FSK: 6

R: Aki Kaurismäki D: Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Kati Outinen u.a.

Khaled, ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki, bleibt nach der Ablehnung seines Asylantrags illegal im Land. Wikström in der Mitte des Lebens angekommen, erfüllt sich seinen Traum vom eigenen Restaurant mit Personal, wie man es sich nur in einem Aki-Kaurismäki-Film vorstellen kann. Wikström findet Khaled schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Er stellt ihn als Tellerwäscher an und für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Film/ In Zeiten des abnehmenden Lichts

Der andere Untergang

30. November 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2017, 101 min, FSK: o.A.

R: Matti Geschonneck D: Bruno Ganz, Hildegard Schmahl, Sylvester Groth u.a.

Frühherbst 1989 in Ostberlin: Urgroßvater Wilhelm Powileit, Ex-Widerstandskämpfer und Stalinist aus vollem Herzen, wird 90 Jahre alt. Seine Frau Charlotte, mit der ihn eine innige Hassliebe verbindet, richtet ein großes Familienfest aus, zu dem nicht nur Verwandte und Freunde erscheinen, sondern auch Repräsentanten des Arbeiter- und Bauernstaats. Ein Gast wird schmerzlich vermisst, Enkel Sascha. Er hat sich wenige Tage vorher in den Westen abgesetzt.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Hidden Figures

Film/ Hidden Figures

Unerkannte Heldinnen

24. November 2017, 19:00

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USA 2016, 127 min, FSK: o.A.

R: Theodore Melfi D: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kirsten Dunst, Kevin Costner, Mahershala Ali u.a.

„Hidden Figures“ erzählt die wahre Geschichte der drei brillanten Mathematikerinnen ­Katherine Johnson, ­Dorothy Vaughan und Mary Jackson, die – jede auf ihre Weise – dazu beigetragen haben, dass mit John Glenn endlich auch die USA ihren ersten Mann ins All schicken konnten. Die drei gehören zu einer Gruppe von afroamerikanischen Frauen, die noch mit Papier und Bleistift Rechenarbeiten für die Nasa ausführen. Als Katherine Johnson die Chance bekommt, direkt am Raketenprogramm mitzuarbeiten, ist sie plötzlich die einzige Schwarze im Raum. Auch ihren Freundinnen eröffnen sich unerwartet neue Chancen. Dorothy erweist sich als besonders clever im Umgang mit dem neuen Riesengerät von IBM. Und Mary ist bereit, für den Traum von der Weiterbildung zur Ingenieurin vor Gericht zu ziehen, um Abendkurse „nur für Weiße“ zu besuchen.

Spielstätte: Uwe Brauns Halle Negast

Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Film/ Timm Thaler

Neuverfilmung eines Klassikers

24. November 2017, 16:00

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Deutschland 2017, 103 min, FSK: o.A.

R: Andreas Dresen D: Arved Friese, Justus von Dohányi, Charly Hübner u.a.

Timm Thalers Lachen ist so ansteckend, dass der schwerreiche Baron Lefuet es unbedingt besitzen will. Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann er sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen. Aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida und Kreschimir setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält.

Spielstätte: Uwe Brauns Halle Negast

Die guten Feinde

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Meine Eltern, die Widerstandskämpfer

16. November 2017, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Vorpommern-Rügen zeigen wir Die guten Feinde.

Deutschland 2017, 90 min, FSK: 12

R: Christian Weisenborn

Christian Weisenborn dokumentiert das dramatische Leben seines Vaters Günther Weisenborn, Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, der der Todesstrafe wegen Hochverrats durch die Nazis nur knapp entkommt. Bis zu seinem Tod 1969 versucht Weisenborn, die zu Tode verurteilten Freunde zu rehabilitieren – keine leichte Aufgabe im von Nazi-Altlasten geprägten Nachkriegsdeutschland. Erst 2009 werden die Urteile offiziell aufgehoben. Briefe, Fotos und Interviews geben intime Einblicke in die Ängste und Träume Weisenborns und seiner Freunde und erzählen von den Aktionen der Roten Kapelle.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi