Me Too – Wer will schon normal sein?

Großes spanisches Gefühlskino

Daniel ist es gewöhnt, dass andere ihm wenig zutrauen und ihn verstohlen anschauen. Er hat ein klitzekleines Chromosom zu viel – Daniel ist mit dem Down Syndrom zur Welt gekommen. Jetzt, mit 34 Jahren, hat er ein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Das hätte wirklich niemand für möglich gehalten! Voller Energie, Lust und Freude beginnt er seinen neuen Job und trifft doch wieder auf alte Vorbehalte bei Freunden, Kollegen und selbst bei seiner Familie. Als sich zwischen seiner Kollegin Laura und ihm eine intensive Freundschaft entwickelt, sind alle völlig verunsichert. Die Ablehnung, auf die ihre Freundschaft stößt, führt die beiden rebellischen Seelen noch enger zusammen: sie verlieben sich – unerwartet und überraschend für sie selbst und unvorstellbar für alle Anderen. Vorurteile, Ressentiments und eingefahrenen Verhaltensweisen werden kräftig durchgeschüttelt. Realität und Film laufen ein Stück weit parallel, denn der Schauspieler Pablo Pineda ist auch im wirklichen Leben der erste Europäer mit Down Syndrom und einem Hochschulabschluss. Vielfach preisgekrönter Film, Publikumsliebling zahlreicher Festivals, der zwischen befreiendem Lachen und leiser Traurigkeit die richtige Balance findet und die Frage „was ist schon normal“ auf sehr unkonventionelle und bewegende Weise beantwortet.

Spanien 2009, 103 min

Regie: Álvaro Pastor, Antonio Naharro

Darsteller: Lola Dueñas, Pablo Pineda, Lourdes Naharro, Isabel Garcia Lorca, Pedro Alvarez Ossorio u.a.

Termin(e): 26. Mai 2011, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

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Frank Zappa – Eat That Question

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Mit seinen eigenen Worten

2. November 2017, 20:00

 

Trailer zum Film

 

Deutschland 2016, 90 min, FSK: 12

R: Thorsten Schütte D: Frank Zappa u.a.

Dokumentation über den berühmten, mit nur 52 Jahren verstorbenen Rockmusiker Frank Zappa, bestehend aus Konzertaufnahmen, Nachrichtenschnipseln und Interviews, die über eine Zeitspanne von 25 Jahren geführt wurden. Frank Zappa nahm mehr als hundert Alben auf. Er prägte die Rockmusik musikalisch, weil er seine Lieder collagenartig komponierte und verschiedene Stile bediente, er prägte sie mit seinen aufs Zeitgeschehen zielenden, satirischen und absurden Texten – und mit seinem markanten Äußeren.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Die andere Seite des Hoffnung

Film: Die andere Seite der Hoffnung

Einmal Lebenskrise, einmal Lebensgefahr

14. Dezember 2017, 20:00

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Finnland 2017, 98 min, FSK: 6

R: Aki Kaurismäki D: Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Kati Outinen u.a.

Khaled, ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki, bleibt nach der Ablehnung seines Asylantrags illegal im Land. Wikström in der Mitte des Lebens angekommen, erfüllt sich seinen Traum vom eigenen Restaurant mit Personal, wie man es sich nur in einem Aki-Kaurismäki-Film vorstellen kann. Wikström findet Khaled schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Er stellt ihn als Tellerwäscher an und für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Film/ In Zeiten des abnehmenden Lichts

Der andere Untergang

30. November 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2017, 101 min, FSK: o.A.

R: Matti Geschonneck D: Bruno Ganz, Hildegard Schmahl, Sylvester Groth u.a.

Frühherbst 1989 in Ostberlin: Urgroßvater Wilhelm Powileit, Ex-Widerstandskämpfer und Stalinist aus vollem Herzen, wird 90 Jahre alt. Seine Frau Charlotte, mit der ihn eine innige Hassliebe verbindet, richtet ein großes Familienfest aus, zu dem nicht nur Verwandte und Freunde erscheinen, sondern auch Repräsentanten des Arbeiter- und Bauernstaats. Ein Gast wird schmerzlich vermisst, Enkel Sascha. Er hat sich wenige Tage vorher in den Westen abgesetzt.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Hidden Figures

Film/ Hidden Figures

Unerkannte Heldinnen

24. November 2017, 19:00

Trailer zum Film

USA 2016, 127 min, FSK: o.A.

R: Theodore Melfi D: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kirsten Dunst, Kevin Costner, Mahershala Ali u.a.

„Hidden Figures“ erzählt die wahre Geschichte der drei brillanten Mathematikerinnen ­Katherine Johnson, ­Dorothy Vaughan und Mary Jackson, die – jede auf ihre Weise – dazu beigetragen haben, dass mit John Glenn endlich auch die USA ihren ersten Mann ins All schicken konnten. Die drei gehören zu einer Gruppe von afroamerikanischen Frauen, die noch mit Papier und Bleistift Rechenarbeiten für die Nasa ausführen. Als Katherine Johnson die Chance bekommt, direkt am Raketenprogramm mitzuarbeiten, ist sie plötzlich die einzige Schwarze im Raum. Auch ihren Freundinnen eröffnen sich unerwartet neue Chancen. Dorothy erweist sich als besonders clever im Umgang mit dem neuen Riesengerät von IBM. Und Mary ist bereit, für den Traum von der Weiterbildung zur Ingenieurin vor Gericht zu ziehen, um Abendkurse „nur für Weiße“ zu besuchen.

Spielstätte: Uwe Brauns Halle Negast

Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Film/ Timm Thaler

Neuverfilmung eines Klassikers

24. November 2017, 16:00

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Deutschland 2017, 103 min, FSK: o.A.

R: Andreas Dresen D: Arved Friese, Justus von Dohányi, Charly Hübner u.a.

Timm Thalers Lachen ist so ansteckend, dass der schwerreiche Baron Lefuet es unbedingt besitzen will. Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann er sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen. Aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida und Kreschimir setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält.

Spielstätte: Uwe Brauns Halle Negast

Die guten Feinde

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Meine Eltern, die Widerstandskämpfer

16. November 2017, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Vorpommern-Rügen zeigen wir Die guten Feinde.

Deutschland 2017, 90 min, FSK: 12

R: Christian Weisenborn

Christian Weisenborn dokumentiert das dramatische Leben seines Vaters Günther Weisenborn, Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, der der Todesstrafe wegen Hochverrats durch die Nazis nur knapp entkommt. Bis zu seinem Tod 1969 versucht Weisenborn, die zu Tode verurteilten Freunde zu rehabilitieren – keine leichte Aufgabe im von Nazi-Altlasten geprägten Nachkriegsdeutschland. Erst 2009 werden die Urteile offiziell aufgehoben. Briefe, Fotos und Interviews geben intime Einblicke in die Ängste und Träume Weisenborns und seiner Freunde und erzählen von den Aktionen der Roten Kapelle.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi