Blow up

Klassiker und Meilenstein in der Filmgeschichte

Zufällig entdeckt der erfolgreiche Londoner Fotograf Thomas in einem Park ein Paar beim Liebesspiel. Als er die davon gemachten Schwarz-Weiß-Aufnahmen vergrößert, glaubt er in einer Hecke eine Hand mit einer Pistole und unter einem Busch eine Leiche zu erkennen. Hat er „ohne es zu merken“ einen Mord fotografiert?
Michelangelo Antonioni spielt mit den Grenzen von Wirklichkeit und Illusion. Er demonstriert die Unzuverlässigkeit der Sinnesorgane und die Manipulierbarkeit durch Fotografien.

England 1966, 111 min

Regie: Michelangelo Antonioni

Schauspieler: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff, Peter Bowles

Termin(e): 22. November 2007, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Tausendschönchen – kein Märchen

Dieser Film ist allen gewidmet, die sich nur über zertrampeltes Gemüse aufregen

Marie 1 und Marie 2 sind mit der Welt und ihren persönlichen Aussichten darin äußerst unzufrieden. Sie haben Langeweile, und sie tun nur, was ihnen Spaß macht. Männer sammeln sie wie Ansichtskarten: kurz angeguckt und weggeschickt. Die etablierten Älteren nehmen sie gleich aus, die Jungen reizen sie mit ihrer Schönheit und ihren Launen bis zum äußersten und lassen sie später wieder fallen. Nach einem großen Fressen am Buffet, gibt es eine anarchische Zerstörungsorgie… Mit dieser grotesken Komödie machte Vera Chytilová vor 40 Jahren international auf sich aufmerksam. Der Film entstand in der Periode des politischen Aufbruchs in der CSSR, zur Zeit des “Prager Frühlings”. Die anarchische Komödie ist ein filmisches Manifest für die individuelle Entfaltung der Persönlichkeit und gegen jede Form von Engstirnigkeit und Spießertum. Vera Chytilová folgt der wilden Experimentierlust ihrer beiden Heldinnen, indem sie die Geschichte radikal durch Slapstick-Einlagen, Schwarzweiß-Farbe-Montagen und Filmtricks aufbricht.

CSSR 1966, 74 min

Regie: Jitka Cerhová

Schauspieler: Ivana Karbanová Julius Albert Jan Klusák Marie Cesková

Termin(e): 27. April 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund