Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Mal eben die Welt retten

12. April 2018, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit dem ANU-Projekt „Stralsund 2050“ zeigent wir Tomorrow.

Frankreich 2015, 118 min, FSK: o.A.

R: Cyril Dion, Mélanie Laurent

Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ressourcenknappheit: Studien sagen den globalen ökologischen Kollaps in den nächsten 40 Jahren voraus. Die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der NGO-Aktivist Cyril Dion wollen sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Sie besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Lösungsansätze, die vor Ort weitreichende Veränderungen anstoßen. Und die Gewissheit, dass es eine andere Zukunft geben kann. Ihr preisgekrönter mitreißender Dokumentarfilm zeigt, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden und handeln. Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussion mit Aktiven der Transition Town Stralsund.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Herbert

Film/ Herbert

Ring frei für die letzte Runde

16. Februar 2017, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2015, 109 min, FSK: 12

R: Thomas Stuber D: Peter Kurth, Lena Lauzemis, Marko Dyrlich u.a.

Herbert war einmal der Stolz von Leipzig. Meisterboxer, beinahe bei Olympia. Jetzt trainiert er einen jungen Boxer, macht Security, treibt für einen Kredithai Schulden ein. Seine längst erwachsene Tochter hat ihn nicht mehr gesehen, seit sie sechs war. Als er erstmals merkwürdige Muskelkrämpfe verspürt, stellt die Diagnose ALS sein Leben auf den Kopf. Er verliert langsam alles, was ihn ausgemacht hat: seine Muskeln, die Kontrolle über seinen Körper, Macht und Aura. Weil Herbert nie auf andere angewiesen sein wollte, hat er nicht das beste Verhältnis zu seinen Mitmenschen. Erst als er nicht mehr seiner Körperkraft trauen kann, tastet er in seinem großen, von Speck, Muskeln und Tätowierungen gepanzerten Körper nach Gefühlen. Er lädt seine Freundin zum Tanzen ein, auf dem Spielplatz lernt er seine Enkeltochter Ronja kennen. Er weiß, dass jetzt die Zeit für seinen letzten Kampf gekommen ist. Bei aller Melancholie des Krankheitsverlaufs enthält der Film hochkomische, hochpoetische Szenen, grandios sentimental, kraftvoll bewegend.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Das brandneue Testament

Kino/ DAS BRANDNEUE TESTAMENT

Gott existiert. In Brüssel.

15. Dezember 2016, 20:00

Trailer zum Film

Belgien, Frankreich, Luxemburg 2015, 105 min, FSK: 12

R: Jaco Van Dormael D: Pili Groyne, Benoît Poelvoorde, Yolande Moreau, Catherine Deneuve u.a.

Gott lebt in Brüssel, hat dauerhaft schlechte Laune und lässt diese bevorzugt an der Menschheit aus. Zuhause tyrannisiert er seine Frau und Tochter Éa. Sohn Jesus Christus hat sich bereits aus dem Staub gemacht. Irgendwann hat auch Éa die Nase voll. Höchste Zeit für eine Lektion, findet sie. Und hackt sich in Gottes Computer ein. Die geheimste seiner geheimen Dateien, die Todesdaten aller Menschen, ist schnell geöffnet. Per SMS erfährt jeder Mensch, wie lange er noch zu leben hat. Was dazu führt, dass die Menschlinge sich ihrer Endlichkeit bewusst werden und ihre Restzeit zum eigenen Vergnügen zu nutzen wissen. Danach macht Éa sich auf die Suche nach sechs weiteren Aposteln, um deren Geschichten als brandneues Testament aufzuschreiben. Doch Gott ist der Meinung, dass er auch noch ein gewaltiges Wort mitzureden hat… Van Dormael kennt kein Zögern, wenn es um die filmische Umsetzung der naheliegendsten Gedanken und der Buchstäblichkeit in Sachen Religion geht.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Der Kuaför aus der Keupstraße

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Eine Chronik des Versagens

17. November 2016, 20:00

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In Kooperation mit dem Wahlkreisbüro Jürgen Suhr, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen wir in Anwesenheit des Drehbuchautors Maik Baumgärtner Der Kuaför aus der Keupstraße.

Deutschland 2015, 92 min, FSK: o.A.

R: Andreas Maus u.a.

Der Mittwochnachmittag ist mit Bedacht gewählt. Vor und in dem Friseurgeschäft der Brüder Özcan und Hasan Yildirim ist viel los, als sich am 9. Juni 2004 plötzlich 700 zehn Zentimeter lange Tischlernägel mit einer Reichweite von 250 Metern in Projektile verwandeln. Sie verletzen 22 Menschen. So infam der Anschlag ist, so skandalös der Verlauf der Ermittlungen: Verdächtigt werden die Opfer. Erst 2011 wird mit den Enthüllungen über die rechtsextreme terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ auch diese Tat aufgedeckt. Der Prozess dauert bis heute an. In seinem Dokumentarfilm gibt Regisseur Andreas Maus jenen eine Stimme, die lange niemand hören wollte. Die von ihm angewandten Erzählstrategien wollen Distanz schaffen, bewusst nicht emotionalisieren, sondern frei legen, mit welcher Systematik vertuscht, verschwiegen und verdrängt wurde.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Hello, I Am David! Eine Reise mit David Helfgott

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Genie und Wahnsinn am Klavier

13. Oktober 2016, 20:00

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Deutschland 2015, 100 min, FSK: o.A.

R: Cosima Lange

David Helfgott ist einer der außergewöhnlichsten Pianisten unserer Zeit: Als Wunderkind gefeiert, Meisterschüler am Royal College of Music in London, mit 23 ein triumphaler Auftritt in der Royal Albert Hall, verbringt er nach einem Nervenzusammenbruch viele Jahre in psychiatrischen Kliniken. Der Umschwung kommt, als David Helfgott 1984 Gillian kennenlernt, seine große Liebe und spätere Ehefrau. Mit Gillians Hilfe kehrt er ins Leben zurück – und findet das wieder, worum er so lange gekämpft hat: seine „innere Musik“. 1986 gelingt ihm die gefeierte Rückkehr in die Konzertsäle. Regisseurin Cosima Lange begleitet ihn und seine Frau Gillian auf Europatour mit den Stuttgarter Symphonikern und sagt: „Ich durfte einen Menschen kennenlernen, der verletzbar und naiv wie ein Kind wirkt, der die Intelligenz und das Klavierspiel eines Genies besitzt und die Exzentrik eines Wahnsinnigen.“ Wir erleben David Helfgott in all seiner ansteckenden Emotionalität, Tiefe, Leidenschaft und Impulsivität.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

A Perfect Day

Film/ A Perfect Day

Hilfe, die Helfer kommen!

6. Oktober 2016, 20:00

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Spanien 2015, 106 min, FSK: 12

R: Fernando León de Aranoa, D: Benicio Del Toro, Tim Robbins, Olga Kurylenko, Mélanie Thierry u.a.

Irgendwo auf dem Balkan im Jahre 1995 siedelt Fernando León de Aranoa seine schwarze Komödie an. Der Krieg ist zwar offiziell zu Ende, aber Frieden noch nicht in Sicht. Im Zentrum steht eine Gruppe humanitärer Helfer, die zu einem Brunnen gerufen werden, in dem die Leiche eines Mannes schwimmt – ein bewährtes Mittel, um die Wasserversorgung des Gegners zu verseuchen. Der Tote muss innerhalb von 24 Stunden geborgen werden. Allein es fehlt ein Seil, um den Körper herauszuziehen. Und so machen sich der erfahrene Einsatzleiter Mambrú und sein Team auf, um es zu besorgen. Auf einer Buchvorlage der Ärzte-ohne-Grenzen-Aktivistin Paula Farias beruhend verliert sich der eindringliche Antikriegsfilm trotz hoher Pointendichte weder in Veralberung noch in Zynismus. Auf Momente, die vom Schrecken des Kriegs beherrscht sind, folgen Szenen, in denen Humor zur einzig wirksamen Waffe gegen die herrschenden Verhältnisse wird.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi