Die Blumen von gestern

Entsetzlich komisch

13. Juli 2017, 20:00

Film/ Blumen von gestern

Trailer zum Film

Deutschland, Österreich 2016, 120 min, FSK: 12

R: Chris Kraus D: Hannah Herzsprung, Adele Haenel, Lars Eidinger, Jan Josef Liefers u.a.

Totila Blumen steckt in einer Lebenskrise. Der Holocaust-Historiker weiß nicht, ob er die Negativität seiner Arbeit noch länger aushält. Außerdem kriselt es in seiner Ehe. Dass er selbst von NS-Tätern abstammt, hat er ohnehin nie ganz verkraftet. Und nun wird er auch noch bei der nächsten Beförderung übergangen. In diese schwierige Zeit platzt Zazie, die ihm als Assistentin vor die Nase gesetzt wird. Auch Zazie, Enkeltochter eines Holocaust-Opfers, ist Holocaust-Forscherin und steht Totila an Impulsivität und Verrücktheit in nichts nach. Die junge Französin redet sich permanent um Kopf und Kragen. Euphorie, Wut und Traurigkeit sind in ihrem quirligen Wesen nur einen Herzschlag voneinander entfernt. Für eine verkopfte Spaßbremse wie Totila ist Zazie eine wandelnde Provokation. Doch früher oder später ist es unvermeidlich, dass die Beiden aneinandergeraten.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Britt-Marie war hier

Trainerin wider Willen

19. Dezember 2019, 20 Uhr

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Schweden 2019, 94 min, FSK: 0

R: Tuva Novotny D: Pernilla August, Peter Haber, Anders Mossling u.a.

Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Britt-Marie ist mit Leib und Seele Haus- und Ehefrau. Als sie jedoch von der jahrelangen Affäre ihres Mannes erfahren muss, zieht sie kurz entschlossen aus und macht sich auf die Suche nach einem Job. In der Kleinstadt Borg wird für das heruntergekommene Freizeitzentrum ein Betreuer und Fußballtrainer gesucht. Nur leider versteht Britt-Marie weder etwas von Kindern noch von Fußball… Und so räumt sie, wie gewohnt, erst einmal auf und wird dann Fußballtrainerin der örtlichen Jugendmannschaft. Eine warmherzige schwedische Komödie über alten Ballast und neue Perspektiven.

Unsere große kleine Farm

Frische Luft für die Seele

5. Dezember 2019, 20 Uhr

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In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Vorpommern-Rügen zeigen wir Unsere große kleine Farm.

USA 2018, 91 min, FSK: 0

R: John Chester D: Molly Chester, John Chester

Weil ihr Hund zu viel bellt, verlieren Foodbloggerin Molly und Tierfilmer John ihr Apartment. Das Paar verlässt die Großstadt und stürzt sich Hals über Kopf in die Verwirklichung eines langgehegten Traums: Die Gründung einer eigenen Farm. Auf über 80 Hektar in den kalifornischen Hügeln wollen sie mehr Harmonie in ihr Leben bringen – und in das Land, das sie ernährt. Was folgt, sind acht Jahre harte Arbeit, die den Idealisten alles an Einsatz abverlangen, aber auch 10.000 Obstbäume sowie alle erdenklichen Haus- und Wildtiere auf einem einst erschöpften, dürren Land hervorbringen. Mit viel Witz und Selbstironie und ohne Dogmatismus zeigt John Chester in seiner Doku mögliche Wege für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Natur.

Die Schneiderin der Träume

Verbotene Liebe

22. November 2019, 19 Uhr

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Indien, Frankreich 2018, 96 min, FSK: 0

R: Rohena Gera D: Tillotama Shome, Vivek Gomber, Geetanjali Kulkarni u.a.

Frisch vom Land in Mumbai angekommen, arbeitet die junge Witwe Ratna als Dienstmädchen für Ashwin, einen jungen Mann aus wohlhabendem Hause, der scheinbar alles hat, wovon andere nur träumen. Ratna wiederum hat konkrete Vorstellungen von ihrer Zukunft: Sie will sich ein besseres Leben erarbeiten und Mode-Designerin werden. Als Ashwins sorgfältig arrangierte Bilderbuch-Hochzeit platzt, scheint Ratna die Einzige zu sein, die Ashwins tiefe Melancholie versteht. Ashwin verliebt sich in die willensstarke und sinnliche Frau. Und auch Ratna entwickelt Gefühle für ihn. Mit Sensibilität und Humor erzählt die indische Regisseurin Rohena Gera eine wunderschöne Liebesgeschichte und liefert gleichzeitig einen zärtlichen und kritischen Blick auf die indische Kultur und Lebensweise.

Spielort: Uwe-Brauns-Halle Negast

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

KiKA-Held Tobi erobert die große Leinwand

22. November 2019, 16 Uhr

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Deutschland 2019, 84 min, FSK: 0

R: Martin Tischner D: Tobias Krell

Das größte Abenteuer seines Lebens beginnt für Checker Tobi auf einem Piratenschiff mitten im Meer. Dort entdeckt er eine Flaschenpost, in der ein Rätsel steckt. Wenn er es löst, wird er das Geheimnis unseres Planeten lüften. Eine aufregende Schnitzeljagd um die Erde beginnt! Tobi klettert auf den Krater eines feuerspeienden Vulkans, taucht mit Seedrachen im Pazifik, erkundet mit Klimaforschern die einsamsten Gegenden der Arktis und landet in der trockensten Zeit des Jahres in Indien. Schließlich checkt Tobi, dass er des Rätsels Lösung während seiner ganzen Reise vor Augen hatte.

Spielort: Uwe-Brauns-Halle Negast

Burning

Flammen im Kopf

21. November 2019, 20 Uhr

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Südkorea 2018, 148 min, FSK: 16

R: Lee Chang-dong D: Yoo Ah-In, Steven Yeun, Jeon Jong-seo u.a.

Nach dem Studium kehrt der junge Jongsu in sein Heimatdorf zurück. Ein zufälliges Treffen mit seiner Schulkameradin Haemi führt zu einer gemeinsamen Nacht. Jongsu verliebt sich, der Zeitpunkt ist ungünstig – Haemi steht kurz vor einem Trip nach Afrika. Sehnsüchtig erwartet Jongsu ihre Rückkehr. Doch sie kommt nicht alleine zurück. Auf der Reise hat sie den wohlhabenden und mysteriösen Ben kennengelernt. Als Haemi plötzlich spurlos verschwindet, stürzt die verzweifelte Suche nach ihr Jongsu in ein Labyrinth aus Misstrauen und Paranoia. Der vielfach von Kritikern und Publikum gleichermaßen ausgezeichnete Mystery-Thriller beruht auf einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami.

Zwischen den Zeilen

Widerstand ist zwecklos

7. November 2019, 20:00

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Frankreich 2018, 107 min, FSK: 6

R: Olivier Assayas D: Juliette Binoche, Guillaume Canet, Vincent Macaigne u.a.

Léonard schreibt Romane, in denen er vergangene Liebschaften verarbeitet. Sein Verleger Alain ist von seinem letzten Manuskript wenig überzeugt und gerade mehr mit der Digitalisierung seines Verlags beschäftigt – oder vielmehr mit der attraktiven Mitarbeiterin, die hierfür zuständig ist. Alains Frau Selena dagegen gefällt Léonards Text, vielleicht, weil sie selbst mit einer Affäre in die Angelegenheit verstrickt ist.  Und so diskutieren alle mit viel Witz über Dichtung und Wahrheit, den kulturellen und digitalen Wandel, und sehen über ihr frivoles Handeln entspannt hinweg. Besetzt mit einem hochkarätigen Ensemble um Juliette Binoche und Guillaume Canet, bietet Regisseur Olivier Assayas zugleich intelligentes Kino und beste französische Unterhaltung.