Eine politisch völlig unkorrekte Komödie

Produktion: Großbritannien 2010, 101 min
Regie: Christopher Morris
Darsteller: Julia Davis, Riz Ahmed, Benedict Cumberbatch, Kayvan Novak, Preeya Kalidas u.a.

Das Maschinengewehr im Bekennervideo ist aus Plastik und für Kinderhände gemacht – wild entschlossen sind sie trotzdem, sich und andere im Namen des Islam zu töten: Omar, der charismatische Anführer, der ängstliche Bombenbastler Faisal, Waj, der gerade nichts Besseres zu tun hat, und der militant-aggressive Konvertit Barry. Gemeinsam soll der ganz große Coup gelingen, auch wenn sie handwerklich noch weit entfernt von ihren Vorbildern sind und statt ungläubiger Feinde die eigenen Leute in die Luft sprengen. In einer pechschwarzen Satire über den Heiligen Krieg und die Schwierigkeit, Krähen als Soldaten auszubilden, packt das britische Comedy-Genie Chris Morris ein heißes Eisen an und entdeckt in der größten Bedrohung der Gegenwart einen ebenso bestürzenden wie tiefschwarzen Humor.

Termin(e): 27. Oktober 2011, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Kommentare

  • Harry Baginski

    In einer solch brisanten Zeit ein solches Machwerk zu produzieren. Halte ich für absolut Menschen verachtend und gefährlich. Dabei geht es, unter dem Deckmantel, der künstlerischen Freiheit, zweier sehr unterschiedlicher Religionen, im übrigen eine der Grundfesten des Islam, des heiligen Krieges, der wird hier ins lächerliche gezogen. Hier steckt im Detail der Geist des Teufels, des Bösen. Mit seiner scheinbaren, angeblich versteckten Polit-Satire und Kriegsverherrlichung, wird versucht mit, einer sehr Schmutzigen, Kommerziellen Taktik, die Ehre und die Religiösen Gefühle vieler Menschen zu verletzen.
    Egal auf welcher Seite, in welchem Geist und Sinne, Kriege geführt werden,
    kein Mensch hat das Recht, seine eigene Spezies, im Geiste und am Körper zu verletzen, oder gar zu töten. Ich stelle den Kommentar im Geiste des Buddhismus.

    • Sascha

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Der Film „Four Lions“ polarisiert und hat bei nicht wenigen Verwirrung ausgelöst. Im Anschluß haben wir – der Filmclub – über einige Punkte noch lange gesprochen. Das jedoch mit dem Ergebnis, dass es richtig war den Film zu zeigen. Nach meiner Meinung zeigt er auch recht deutlich und menschlich die Sehnsüchte, welche hinter grausamen Taten stecken können. Diese auf zu zeigen, finde ich eine hilfreiche Ergänzung zu den eher ausgeklammerten Aspekten der Berichterstattung in den Medien über Terrorismus und Religion.

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