Nader und Simin – Eine Trennung

Irans zerrissene Gesellschaft

Produktion: Iran 2011, 123 min
Regie: Asghar Farhadi
Darsteller: Sareh Bayat, Sarina Farhadi, Peyman Moadi, Ali-Asghar Shahbazi, Leila Hatami u.a.

Simin will sich von ihrem Ehemann Nader scheiden lassen, um mit ihrer Tochter ins Ausland zu gehen. Doch Nader will seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht allein zurücklassen. Als Simin auszieht, stellt Nader eine Pflegerin für ihn ein. Als Nader erfährt, dass die überforderte Helferin den Vater vernachlässigt, kommt es zu einer Kurzschlussreaktion. Nader wird wegen Mordes angeklagt. Recht oder Unrecht? Sünde oder ein Akt der Barmherzigkeit? Diese Fragen ziehen sich durch den Film wie ein Gespinst undurchsichtiger Fäden, in dem sich am Ende alle Beteiligten unrettbar verfangen. Sozialdrama, Kriminalfall und menschliche Tragödie verknüpft Farhadi zu einem unter die Haut gehenden Porträt der iranischen Gesellschaft.

Termin(e): 22. März 2012, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi