Unsere kleine Schwester

Film/ Unsere kleine Schwester

Familie ist, wo das Herz wohnt

23. Juni 2016, 20:00

Trailer zum Film

Japan 2015, 128 min, FSK: o.A.

R: Hirokazu Kore-eda D: Haruka Ayase, Masami Nagasawe, Kaho, Suzu Hirose u.a.

Die Schwestern Sachi, Yoshino und Chika leben gemeinsam in einem großen Haus in Kamakura, einer Küstenstadt unweit von Tokio. Bei der Beerdigung ihres Vaters, der die Familie vor 15 Jahren verlassen hat, treffen sie ihre Halbschwester Suzu, die nun auf sich allein gestellt ist. Obwohl sie die schüchterne 13-Jährige kaum kennen, bieten sie ihr an, mit ihnen zusammen zu leben. Suzu nimmt die Einladung an, und so beginnt für die vier Schwestern ein neues Leben, in dem zwar die Vergangenheit ihren Platz hat, aber einzig die Gegenwart zählt. In gewohnt zurückhaltendem Gestus, mit japanischem Sinn für Harmonie erzählt Regisseur Kore-eda Hirokazu von der Verunsicherung zwischen den Schwestern und wie diese mit der Zeit einer familiären Vertrautheit und tiefen Sympathie weicht. Der Film basiert auf dem preisgekrönten Manga „Umimachi Diary“ von Akimi Yoshida.

 

Termin: 23. Juni 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

A Touch of Sin

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Ein Menschenleben zählt nichts

09. Oktober 2014, 20:00

 

Trailer zum Film

China, Japan 2013, 133 min, OmU, FSK: 16

R: Jia Zhang-Ke, D: Tao Zhao, Wu Jiang, Vivien Li, Lanshan Luo, Baoqiang Wang, Jia-yi Zhang u.a.

Ein Minenvorarbeiter, der gegen korrupte Provinzgrößen aufbegehrt, ein skrupelloser Räuber, der bald den nächsten Mord begeht, die Rezeptionistin eines Saunabordells, die sich wehrt, und ein sehr junger Wanderarbeiter, der einen Ausweg sucht aus seinem Elend. Jia Zhang-Ke, der bedeutendste Filmemacher seines Landes, zeigt in vier Episoden aus vier verschiedenen Gegenden Chinas das wuchtige Porträt einer bis in ihre feinsten zwischenmenschlichen Verästelungen barbarisierten Gesellschaft, wo Gesetzlosigkeit, hemmungslose Gier und eine schnelle, schmutzige, unberechenbare Gewalt herrschen. Auch wenn die Geschundenen des neuen Goldenen Zeitalters in China ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, Würde oder Gerechtigkeit erlangen sie dadurch nicht.

Termin: 09. Oktober 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Nokan – Die Kunst des Ausklangs

Zum Sterben schön

05. April 2012, 20:00

Produktion: Japan 2008, 130 min, OmdU
Regie: Yojiro Takita
Darsteller: Tsutomu Yamazaki, Masahiro Motoki, Ryoko Hirosue u.a.

Nach der Auflösung seines Orchesters platzt Daigos Traum vom Leben als Musiker. Frustriert verlässt er Tokio und kehrt mit seiner Frau zurück in den pittoresken Norden Japans. Zwar gibt es hier kein Orchester, aber eine Firma, die auch Ungelernte als „Reiseleiter“ dafür engagiert, Verstorbene nach dem alten Ritual des tröstenden Nokan-Zeremoniells für die „Letzte Reise“ vorzubereiten… Eine perfekte Liebesgeschichte, vielfach preisgekrönt, mit warmem Humor und großartigen Cellosoli, der es gelingt, über den Abschied vom Leben zu erzählen und gleichzeitig ergreifend lebensbejahend zu sein, durchdrungen von Poesie, Weisheit und zärtlichen Klängen, ohne Kitsch und Pathos.

Termin(e): 05. April 2012, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Der letzte Applaus

Von der Schönheit der Traurigkeit

Der Dok-Film erzählt die bewegende Geschichte einer vergessenen Gruppe gealterter Tangosänger aus Buenos Aires, die jahrelang in einer der berühmtesten Tangobars der Stadt auftraten. Nachdem der Besitzer der „Bar El Chino“ 2001 unter mysteriösen Umständen starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen, aber in kurzer Zeit abgewirtschaftet. Der Film zeigt den Kampf, sich während der größten Wirtschaftskrise Argentiniens das tägliche Brot zu verdienen, und die größte Sehnsucht der Sänger: noch einmal vor ihrem Publikum zu singen und ihren Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben…

D/Argentinien/Japan 2008, 88 min

Regie: German Kral

Schauspieler: Cristina de los Ángeles, Inés Arce Julio, César Fernán, Abel Frías

Termin(e): 24. September 2009, 20:00 – Schelehaus, Stralsund

Bin-jip – Leere Häuser

„Bin-jip - Leere Häuser“ - Zwischen Traum und Wirklichkeit

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Tae-suk bricht in Häuser ein, deren Eigentümer verreist sind. Er will nichts stehlen, sondern nur ein paar Tage dort wohnen. In einer Villa trifft er Sun-hwa, die von ihrem Mann geprügelt und gedemütigt wird. Eine außergewöhnliche Liebe beginnt. Als die Liebenden entdeckt und getrennt werden, finden sie in einer Traumwelt wieder zueinander. Kim Ki-duk zeigt sich ein weiteres Mal als Meister des poetischen, bildstarken Kinos. Traum und Realität, Melancholie und Humor vermischen sich zu einer Erzählung von hypnotischer Schönheit.

Südkorea, Japan 2004, 95 min

Regie: Kim Ki-duk

Schauspieler: Lee Seung-yeon, Lee Hyun-kyoon

Termin(e): 26. Januar 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund