Sprachlos Kurzfilmnacht

Speechless

Sprache – verboten, gebraucht und wichtig

05. November 2015, 20:00

International, ca. 150 min, FSK: o.A.

In Kooperation mit den Entwicklungspolitischen Tagen MV 2015 zeigen wir ein Kurzfilmprogramm.

Kulturelle Teilhabe, soziale Teilhabe, politische Teilhabe: Alles hängt von Sprache ab. Das erste und letzte Wort hat die Sprache. Diese Kurzfilmnacht macht es anders: Eine Nacht ohne dieses übliche Mittel der Kommunikation, um Grenzen und Barrieren zu überwinden, um unabhängig von Sprache einen schönen Abend miteinander zu verbringen, um Menschen einzuladen, die sonst ausgeschlossen sind. Eine Nacht mit nachdenklichen, lustigen, verstörenden und überraschenden Filmen, die ohne Sprache funktionieren. Dazu Musik, Tanz, Theater. Eine Nacht, die daran erinnern möchte, dass Menschen Sprache verboten wird, dass Menschen Sprache brauchen, um anzukommen, dass erst Sprache Beteiligung ermöglicht.

Termin: 05. November 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Haben und Sein

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Reichtum besteht mehr im Gebrauch als im Eigentum

06. November 2014, 20:00

 Hier findet ihr das Kurzfilmprogramm.

In Kooperation mit den Entwicklungspolitischen Tagen 2014 in MV: Kurzfilmnacht zu den Entwicklungspolitischen Tagen

International, ca. 100 min, FSK: o.A.

10 Kurzfilme mit künstlerischer Begleitung

Mein Haus, mein Auto, mein Garten – “Es ist gar nicht auszusprechen, wie schätzenswert es ist, etwas sein Eigen nennen zu dürfen”, meint Aristoteles. Konflikte um Lebensgrundlagen und die Jagd nach Reichtümern sind so alt wie die Menschheit, obwohl “Kein Mensch würde alle Güter dieser Welt haben wollen, wenn die Bedingung daran geknüpft wäre, sie ganz allein für sich zu besitzen”, nochmals Aristoteles. Und wirklich: Besitz war gestern. Heute wird geteilt, getauscht und privat vermietet. Tauschcafé, Schuldenerlass, Schatzsuche, Nießbrauch, Haushaltsgeld, Jagdrevier, Vermächtnis, Explorationslizenz, Freifunk…: Junge Regisseure erzählen dazu in Kurzfilmen Geschichten von anderen Erdteilen und aus der Nachbarschaft, dokumentarisch, fiktiv, poetisch, witzig, facettenreich und voller Widersprüche, mit Katastrophen und Lichtblicken.

Termin: 06. November 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

3 polnische Kurzfilme: Findlingspreise 2010-12

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Preisträgerfilme

16. Mai 2013, 20:00

Der Filmclub zeigt die Gewinnerfilme des Findlingspreises 2010 bis 2012. Auch die Regisseure werden vor Ort sein.

Vögel, die am Boden bleiben

Polen 2009, 20 min, R: Michal Dawidowicz

Heniek, seine Frau und ihr Sohn führen ein einfaches Leben auf dem Land. Arbeit scheint es keine zu geben. Die Sommerhitze befördert Lethargie und Stillstand in der Familie. Heniek ist der Einzige, den noch etwas bewegt: der Traum vom Fliegen.

„A Piece of Summer“

Polen 2010, 24 min, R: Marta Minorowicz

Patryk verbringt die Sommerferien bei seinem Opa in der Wildnis des Bieszczady-Gebirges. Ein pubertierender Junge zu Besuch bei einem alten Mann – das birgt Konfliktpotenzial. Anfänglich noch schweigsam, tauen sie aber nach und nach auf und lassen mit ihren Gesprächen die Vögel und den Bach zu Hintergrundgeräuschen verkommen. Der Junge wächst dem einsamen, alten Mann langsam ans Herz.

„Pustelnicy/The Hermits“

Polen 2011, 26 min, R: Kacper Czubak

Zwei Hütten kleben an einem Hang, keinen Steinwurf voneinander entfernt. Links dient Grzegorz Gott, bedauert den Körper als seinen eigenen Feind und die Nähe der Welt. Rechts droht der alte böse Zausel Marian, der Kamera Beine zu machen. Beide Nachbarn lehnen einander ab und verhalten sich doch wie Spiegelbilder zueinander. Gibt es Liebe? Ein Leben nach dem Tod? Beide sind offen für große Fragen.