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Oh boy

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Du kannst nüschst, du machst nüscht, fahr nach Berlin!

13. Juni 2013, 20:00

Trailer zum Film

D 2012, 85 min, FSK: 12

R: Jan Ole Gerster D: Tom Schilling, Michael Gwisdek, Inga Birkenfeld, Marc Hosemann, Frederick Lau u.a.

Schräg-schrille Berlin-Komödie über einen sympathischen Loser, der nichts mit seinem Leben anfangen kann und nicht mal weiß, wo er die Suche nach Leben beginnen soll. Er streift durch die Stadt, einzelne Szenen mit perfekt besetzten Charakteren reihen sich aneinander: der Vater, strotzend vor plakativer Enttäuschung über den missratenen Sohn, der Psychologe mit peinlichen Fragen beim Idiotentest, der aufdringliche Nachbar mit ungenießbaren Fleischbällchen, neugierig und einsam. Dazu Nikos Kaffeesuche – nicht leicht bei einer Riesenauswahl im Coffeeshop, kaputten Kaffeeautomaten und immer falschen Tageszeiten. Eine leichtfüßige, kluge, alberne, satirische, treffende Komödie mit kleinem Happy End.

Termin: 13. Juni 2013, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Lore

Lore

Aus der Kindheit gerissen

27. Juni 2013, 20:00

Trailer zum Film

Australien, GB, D 2012, 108 min, FSK: 16

R: Cate Shortland D: Saskia Rosendahl, Kai Malina, Nele Trebs, Ursina Lardi u.a.

Süddeutschland, Frühjahr 1945. Lore, Tochter ranghoher Nazis, ist fünfzehn als ihre Welt zerbricht. Der Vater taucht unter, die Mutter verschwindet. Lore muss sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern. Die Odyssee zur Großmutter nach Husum führt quer durch das von den Alliierten aufgeteilte Deutschland. Mehr noch als Hunger und Kälte beginnen Lore die Zweifel zuzusetzen. Nichts, woran sie so unerschütterlich zu glauben meinte, scheint jetzt noch Bestand zu haben. Als der geheimnisvolle, abgerissne Thomas zu den Kindern stößt, ist er der erste Jude, den Lore zu Gesicht bekommt. Coming-of-Age-Geschichte eines Mädchens, das in einer Zeit des Mordens auf die Welt und sich selbst trifft. Mehrfach preisgekrönter Film voller Schönheit und Schrecken über die vermeintliche Stunde Null in Deutschland.

Termin: 27. Juni 2013, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Kunst:Offen in Alt Ungnade: Waste Land

Kunstwerke aus Müll

19. Mai 2013, 21:00

Trailer zum Film

Produktion: Großbritannien, Brasilien 2010, 98 min
Regie: Lucy Walker

Der Freiraum e.V. zeigt im Rahmen von Kunst:Offen in Kooperation mit dem Filmclub den Film “Waste Land”.

Der renommierte Künstler Vik Muniz kehrt von Brooklyn zu seinen brasilianischen Wurzeln zurück, um Kunst zu schaffen auf der größten Müllkippe der Welt – Jardim Gramacho, gelegen an der Peripherie von Rio de Janeiro. Dort verdienen „Catadores“ ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln recyclebarer Wertstoffe. Zwischen Armut, Dreck und Verwesung begegnet Muniz Menschen voller Optimismus und Stolz, die über Macchiavelli und die Würde der Arbeit philosophieren, eine Bibliothek einrichten und eine Gewerkschaft gründen. Zusammen mit ihnen arbeitet er an überdimensionalen Abfall-Portraits. In ihrer mehrfach ausgezeichneten Dokumentation erzählt Lucy Walker vom Müll, von lebensbejahenden, fröhlichen Individuen und von den Kunstwerken, die sie schaffen.

Termin: 19. Mai 2013,  ca. 21:00

Kulturscheune Alt Ungnade
Kurze Straße 4
17498 Alt Ungnade

3 polnische Kurzfilme: Findlingspreise 2010-12

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Preisträgerfilme

16. Mai 2013, 20:00

Der Filmclub zeigt die Gewinnerfilme des Findlingspreises 2010 bis 2012. Auch die Regisseure werden vor Ort sein.

Vögel, die am Boden bleiben

Polen 2009, 20 min, R: Michal Dawidowicz

Heniek, seine Frau und ihr Sohn führen ein einfaches Leben auf dem Land. Arbeit scheint es keine zu geben. Die Sommerhitze befördert Lethargie und Stillstand in der Familie. Heniek ist der Einzige, den noch etwas bewegt: der Traum vom Fliegen.

„A Piece of Summer“

Polen 2010, 24 min, R: Marta Minorowicz

Patryk verbringt die Sommerferien bei seinem Opa in der Wildnis des Bieszczady-Gebirges. Ein pubertierender Junge zu Besuch bei einem alten Mann – das birgt Konfliktpotenzial. Anfänglich noch schweigsam, tauen sie aber nach und nach auf und lassen mit ihren Gesprächen die Vögel und den Bach zu Hintergrundgeräuschen verkommen. Der Junge wächst dem einsamen, alten Mann langsam ans Herz.

„Pustelnicy/The Hermits“

Polen 2011, 26 min, R: Kacper Czubak

Zwei Hütten kleben an einem Hang, keinen Steinwurf voneinander entfernt. Links dient Grzegorz Gott, bedauert den Körper als seinen eigenen Feind und die Nähe der Welt. Rechts droht der alte böse Zausel Marian, der Kamera Beine zu machen. Beide Nachbarn lehnen einander ab und verhalten sich doch wie Spiegelbilder zueinander. Gibt es Liebe? Ein Leben nach dem Tod? Beide sind offen für große Fragen.

Tomboy

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Der kurze Sommer der Anarchie

02. Mai 2013, 20:00

Trailer zum Film

F 2011, 84 min, FSK: 6

R: Céline Sciamma D: Mathieu Demy, Sophie Cattani, Zoé Heran, Malonn Lévana, Jeanne Disson u.a.

Laure ist zehn, gerade umgezogen und ergreift ihre Chance: Voller Neugier auf sich selbst und die Alternativen dieses Selbst will sie wissen, wie es zugeht jenseits der Mädchengrenze. Was passiert, wenn man sich eines Tages Michael nennt, als solcher mit einer Jungsclique in Wald und Wasser unterwegs ist – und sich auch noch in das Nachbarmädchen Lisa verliebt? Doch Laures Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung wird von der Angst getrübt, dass ihr doppeltes Spiel auffliegt. Auf der Berlinale 2011 mit dem Teddy Jury Award ausgezeichnet lädt Céline Sciamma ganz beiläufig ein, über ein verstörendes Thema nachzudenken: Was passiert, wenn ein Kind das Geschlecht wechselt?

Termin: 02. Mai 2013, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Dicke Mädchen

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Jedes Gramm ein Genuss

18. April 2013, 20:00

Trailer zum Film

D 2011, 76 min, FSK: 12

R: Axel Ranisch D: Peter Trabner, Ruth Bickelhaupt, Heiko Pinkowski, Paul Pinkowski u.a.

Sven, ein schüchterner Bankangestellter, ist zufrieden damit, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und sich sonst um seine demente Mutter Edeltraut zu kümmern. Mit ihr lebt er nicht nur zusammen, sondern schläft auch noch im selben Bett. Wenn Sven zur Arbeit geht, kommt der Pfleger Daniel, ungefähr so alt wie Sven und auch etwas zu dick. Sven ist ein bisschen verliebt in ihn. Eines Tages verschwindet Edeltraut. Sven und Daniel durchsuchen zusammen die Stadt, und irgendwann legt Sven seine Hand auf Daniels Rücken. Ein klitzekleiner Annäherungsversuch, der Beginn einer kleinen Liebesgeschichte. Und die ist so hinreißend unbeholfen, so zärtlich, charmant und witzig, mit Herzblut und unendlich vielen guten Ideen, dass der Film – trotz nicht existentem Drehbuch und einem Budget von 517,32 Euro – auf Festivals einen Preis nach dem anderen abräumt.

Termin: 18. April 2013, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi