Als das Meer verschwand

Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit

Nach dem Tod des Vaters kehrt der ausgebrannte und desillusionierte Kriegsfotograf Paul nur widerwillig in sein Heimatdorf in Neuseeland zurück. Dort wird er mit einer Vergangenheit konfrontiert, die er 17 Jahre verdrängt hat. Eine magische Anziehung entsteht zwischen Paul und Celia, der 16-jährigen Tochter seiner Ex-Freundin. Als Celia plötzlich verschwindet, wird Paul zum Hauptverdächtigen… Basierend auf dem Roman „In My Father’s Den“ von Maurice Gee kombiniert Brad McGann bis zum letzten Moment gekonnt die Elemente des Thrillers mit einem klassischen Familiendrama.

Neuseeland/GB 2004, 128 min

Regie: Brad McGann

Schauspieler: Matthew MacFadyen Emily Barclay Miranda Otto Colin Moy Jimmy Keen

Termin(e): 07. Juni 2007, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Moolaadé – Bann der Hoffnung

Afrikanische Parabel über Tradition und Auflehnung

Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei der willensstarken Collé, die ihre eigene Tochter vor der Beschneidung bewahrt hat. Als die anderen Bewohner des Dorfes versuchen Collé zu zwingen, sich von den Mädchen zu trennen, beruft sie sich auf den magischen Brauch »Moolaadé«, der einen unantastbaren Schutzraum bietet. Ein afrikanisches Drama mit einer ergreifenden, berührenden Geschichte, vom Altmeister des afrikanischen Kinos Ousmane Sembene in großartigen Bildern erzählt.

Senegal / F / Burkina Faso / Kamerun / Marokko / Tu 2004, 120 min OmU

Regie: Ousmane Sembene

Schauspieler: Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène, Diarra Salimata, Traoré Dominique Zeïda, Mah Compaoré, Aminata Dao

Termin(e): 23. November 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

What the Bleep do we know / Ich weiß, dass ich nichts weiß

Dok-Film über die wichtigsten Fragen des Lebens

Was ist die Realität? Woher wissen wir wirklich, ob wir existieren? Wovon sprechen wir, wenn wir “Ich” sagen? Gibt es einen Gott und wenn ja, wie können wir uns ihn (oder sie) vorstellen? Das sind neben vielen anderen die wichtigsten Fragen, mit denen sich der Film beschäftigt. Namhafte Experten wie Theoretische Physiker, Philosophen, Neurowissenschaftler und Biologen versuchen ihre Antworten zu geben. Einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme der USA aller Zeiten ist auch gleichzeitig einer der umstrittensten…

USA 2004, 113 min

Regie: William Arntz, Betsy Chasse, Mark Vicente

Interviews: Marlee Matlin, John Ross Bowie, Robert Bailey Jr.

Termin(e): 26. Oktober 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Populärmusik aus Vittula

Furiose Zeitreise durch ein rebellisches Jahrzehnt

In der nördlichsten Ecke Schwedens, wo man schwedisch und finnisch gleichermaßen unverständlich spricht und sich das Leben so rau wie die Einwohner selbst gestaltet, hier liegt Vittula. Zwischen harten Trinkern, illegalen Schnapsbrennern, fingerhakelnden Frauen und Sauna bis zum Umfallen wachsen Matti und sein schweigsamer, sensibler Freund Niila auf und träumen von der großen, weiten Welt. Eine Beatles-Platte verändert das Leben der beiden Jungs. Unterstützt vom neuen Musiklehrer Greger gründen sie eine Rockband. Nach dem erfolgreichen Roman von Mikael Niemi erzählt Reza Bagher die Geschichte einer Jugend jenseits des Polarkreises. Die Verfilmung wird nicht nur dem rauen Witz und dem literarischen Niveau der Vorlage gerecht, sondern entwickelt mit schräger Komik, karikaturhaften Zuspitzungen und märchenhaften Wendungen einen ganz eigenen Charme.

Schweden/Finnland 2004, 100 min

Regie: Reza Bagher

Schauspieler: Max Enderfors, Andreas af Enehjelm, Björn Kjellman, Kati Outinen

Termin(e): 18. Mai 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund

Monotone, mon automne? – Ageing, Not Greying

Findlingspreisträger dokumentART 2005

Sie heißen Rose, Jacqueline und Nadine und sind Maniküre-Fachfrau, Schriftstellerin und Konzertorganisatorin. Zusammen sind sie 240 Jahre alt, arbeiten aber noch. Kein Interesse an Pantoffeln, Kreuzworträtseln, abendlichen Kräutertees, sonntäglichen Zugfahrten, schläfrigen Nachmittagen und eintönigen Wintern! Für Rose, Jacqueline und Nadine geht das Leben weiter, als wären sie zwanzig Jahre alt – oder fast! Mittels sensibler Regie und Kameraführung versteht Marie-Jeanne Urech es, ihren Protagonistinnen den Raum zu geben, dessen sie bedürfen, um in menschlich anrührender Weise erfahrbar zu werden.

Schweiz 2004, 55 min

Regie: Marie-Jeanne Urech

Schauspieler: Georges Brasey, Miguel Québatte

Termin(e): 16. März 2006, 20:00 Regisseurin ist anwesend – Scheelehaus, Stralsund

Die chinesischen Schuhe

Reise durch Chinas Landschaften und Geschichten

Auf den Spuren ihrer Großeltern begibt sich Tamara Wyss den Jangtse flussaufwärts. Gedreht wenige Wochen vor der Fertigstellung des Staudamms, alles ist in Bewegung, nicht nur die Flusslandschaft. Alte Städte werden abgerissen, neue gebaut, der Welt größter Staudamm lässt eine einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verschwinden. Im Gepäck hat Tamara Wyss Fotografien und Aufzeichnungen ihrer Großeltern und ein paar kleine chinesische Schuhe. Diese Dinge sind ihr Reiseführer durch das Land und zu den Menschen.

Deutschalnd, China 2004, 104 min Dok-Film

Regie: Tamara Wyss

Termin(e): 23. Februar 2006, 20:00 – Scheelehaus, Stralsund