In meinem Kopf ein Universum

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Gefangen im eigenen Körper

24. September 2015, 20:00

Trailer zum Film

Polen 2013, 112 min, FSK: 6

R: Maciej Pieprzyca D: Dorata Kolak, Arkadiusz Jakubik, Dawid Ogrodnik u.a.

Mateus liebt die Sterne. Oft lehnt er nachts am Fenster und blickt in die Tiefen des Universums. Und immer stellt er sich die eine Frage: „Wie kann ich beweisen, dass ich fühle und denke wie jeder andere?“ Mateus leidet unter einer zerebralen Bewegungsstörung und ist nicht im Stande seinen Körper zu kontrollieren. Obwohl er nicht mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nimmt er doch alles um sich herum wahr: Die abstoßenden Bemerkungen seiner Schwester. Das Lächeln der wunderschönen Anka. Die liebevolle Fürsorge seiner Mutter. Und die üppigen Brüste der netten Nachbarin. Eine Stimme aus dem Off schildert Mateusz’ Gedanken, der trotz scheinbar auswegloser Situation seinen trockenen Humor nicht verloren hat. Und tatsächlich gelingt es ihm eines Tages, mit seiner Umwelt zu kommunizieren… Basierend auf einer wahren Geschichte, ist der vielfach ausgezeichnete Film ein unglaubliches Zeugnis von Lebensmut und Durchhaltevermögen des menschlichen Geistes.

Termin: 24. September 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Der wundersame Katzenfisch

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Wahlverwandtschaften und Familienbande

09. April 2015, 20:00

Trailer zum Film

Mexiko 2013, 89 min, FSK: o.A.

R: Claudia Sainte-LuceD: Ximena Ayala, Lisa Owen, Sonia Franco, Wendy Guillén
u.a.

Die 22-jährige Claudia lebt alleine in Guadalajara, Mexiko. Im Krankenhaus lernt sie Martha kennen, alleinerziehende Mutter von vier Kindern, die trotz ihrer AIDS-Erkrankung voller Lebensfreude ist. Martha lädt Claudia zu sich nach Hause ein. Ohne großes Aufheben wird Claudia Teil von Marthas eigenwilliger, turbulenter Familie, in der sie erstmals Zusammenhalt, Spaß und gemeinsame Mahlzeiten erlebt. Als Martha auf einer Reise zusammenbricht, steht Claudia plötzlich vor der Frage: Ist sie bereit, sich vollends in die Familie zu integrieren und für die Kinder künftig die Verantwortung zu übernehmen? Eine warmherzige Geschichte über zufällige Begegnungen, die das Leben verändern, und darüber, was eine Familie wirklich ausmacht.

Termin: 09. April 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Finding Vivian Maier

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Durch die Augen einer Unsichtbaren

19. März 2015, 20:00

Trailer zum Film

USA 2013, 84 min, OmU, FSK: o.A.

R: John Maloof, Charlie Siskel

Vivian Maier lebte als Nanny in Chicago und New York. Sie galt als exzentrische Frau, die nie ohne ihre Kamera das Haus verließ. Mit den in ihre Obhut gegebenen Kindern unternahm sie Streifzüge, auch in Stadtteile, in der weniger Privilegierte lebten. Regisseur John Maloof entdeckte zufällig bei einer Auktion die überwältigende Anzahl von Fotos, die Vivian Maier hinterließ. Über 100.000 Negative hat Maier, die 1926 in New York geboren wurde, zu Lebzeiten aufgenommen. Nur einen Bruchteil davon hat sie entwickeln lassen – und diese wenigen Abzüge niemandem gezeigt. Der Dokumentarfilm ist die spannende Spurensuche im Leben einer Frau, die ihre Umwelt in bewegenden Momenten auf ihren Fotos festhielt – selbst aber keine Spuren hinterließ. Heute gilt Vivian Maier als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts.

Termin: 19. März 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Die langen hellen Tage

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… ein Stein, wem da das Herz nicht aufgeht

05. März 2015, 20:00

 

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Georgien, Frankreich, D 2013, 102 min, OmU, FSK: o.A.

R: Simon Groß, Nana Ekvtimishvili D: Lika Babluani, Mariam Bokeria, Zurab Gogdaladze u.a.

Tiflis, während der heißen, langen, hellen Sommertage 1992: Eka und Natia sind 14, die Sowjetunion ist gerade Geschichte, Georgien unabhängig geworden. Es ist eine chaotische Zeit, in der keine Regeln zu gelten scheinen. In diesem Durcheinander sind die Mädchen auf sich allein gestellt. Die Erwachsenen sind mit sich selbst beschäftigt und als Vorbilder unbrauchbar geworden. Eka und Natia sind aber auch ganz normale Teenager, die Spaß haben wollen. Nana Ekvtimishvili, selbst im Tiflis der 1990er aufgewachsen, und Simon Groß zeigen auch das Untergehen einer Männerwelt. Kaum ein Mann, der nicht betrunken ist, im Gefängnis sitzt oder im Krieg verschwindet. Natürlich ist am Ende keineswegs alles gut, aber die Mädchen sind stark geworden, Eka und Natia sind zu jungen Frauen heran- und über gesellschaftliche Konventionen hinausgewachsen und haben schließlich die Kette der Gewalt ganz ohne fremde Hilfe durchbrochen.

Termin: 05. März 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Vielen Dank für Nichts

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Mitleid? Nein, danke!

19. Februar 2015, 20:00

 

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Schweiz, D 2013, 95 min, FSK: 6

R: Oliver Paulus, Stefan Hillebrand D: Joel Basman, Anna Unterberger, Nikki Rappel u.a.

Valentin ist seit einem Snowboard-Unfall querschnittgelähmt. Mit seinem Schicksal hat er sich noch lange nicht abgefunden. Und die anderen „Vollspasten“ in seiner therapeutischen Theatergruppe gehen ihm gehörig auf den Senkel. Er taut erst auf, als er die schöne Therapeutin Mira kennenlernt. Um sie zu beeindrucken, will Valentin die Tankstelle überfallen, in der ihr unsensibler Freund arbeitet. Voller Begeisterung bieten sich Lukas und Titus als Komplizen an, und Valentin entdeckt, dass seine Mitstreiter zwar behindert, aber keineswegs bescheuert sind. Sie spüren ihre Einschränkungen meist überdeutlich, aber sie wollen sich das Leben nicht aus der Hand nehmen lassen. Meisterhaft balancieren Stefan Hillebrand und Oliver Paulus wahnwitzige Ideen und schmerzliche Tragik aus – schonungslos und politisch völlig unkorrekt.

Termin: 19. Februar 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

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Der letzte Weg

08. Januar 2015, 20:00

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Italien, Großbritannien 2013, 87 min, FSK: 12

R: Uberto Pasolini D: Eddie Marsan, Joanne Froggatt, Karen Drury, Andrew Buchan, David Shaw Parker  u.a.

Seit 22 Jahren ist Mr. May Angestellter der Londoner Stadtverwaltung und kümmert sich um die Bestattungen einsam Verstorbener. Zu Beginn sieht Uberto Pasolinis vielfach preisgekrönter Film wie das Porträt eines verschrobenen Mannes aus, der einer kuriosen Tätigkeit nachgeht. Dann aber weitet sich der von Melancholie durchwehte Bilderreigen zu einer bewegenden Meditation über Einsamkeit und Tod in einer Gesellschaft, die immer mehr Menschen in die Isolation treibt. Als Mr. May einen neuen Vorgesetzten bekommt, wird sein Job wegrationalisiert: “Wenn es keine Hinterbliebenen gibt, muss es keine Beerdigungen geben!”. Mr. May erhält die Kündigung und noch drei Tage, um einen letzten Fall zu bearbeiten. Diese finale Beerdigung wird sein Glanzstück an Recherche: die Rekonstruktion eines Lebens, dem die letzte Ehre erwiesen wird.

Termin: 08. Januar 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi