Das Wunder von Mals

Ein Dorf wehrt sich

18. Oktober 2018, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Vorpommern-Rügen, Transition Town Stralsund und dem Umweltbibliothek Stralsund.

Italien, Österreich 2018, 88 min, FSK: o.A.

R: Alexander Schiebel

Ganz Südtirol wird heute von Monokulturen beherrscht. Krankmachende Pestizide, die beim Obstanbau bis zu 20 Mal im Jahr eingesetzt werden, verteilen sich durch den Wind über die Täler. In seinem Dokumentarfilm berichtet Alexander Schieber, wie sich das kleine Südtiroler Dorf Mals mit einem Feuerwerk von Ideen gegen Pestizide und gegen eine übermächtige Lobby aus Obstbauern, Bauernbund, Landesregierung und Konzernen zur Wehr setzt. Bei einer Volksabstimmung entscheiden sich 76% der Bürger für eine Zukunft ohne Glyphosat und Co. Mals soll zur ersten pestizidfreien Gemeinde Europas werden.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Das Blinde Auge – Ein Todesfall in Thüringen 2001

Extreme Rechte

27. September 2018, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit “Rock gegen Rechts Stralsund e.V.” und unterstützt von Friedrich-Ebert-Stiftung MV, Rosa-Luxemburg-Stiftung MV, VVN-BdA Stralsund und der Landeszentrale für politische Bildung M.

Deutschland 2018, 45 min

R: Jan Smendek

Axel U. wurde in der thüringischen Kleinstadt Bad Blankenburg am 24. Mai 2001 von einem stadtbekannten Neonazi brutal getötet. Doch Polizei, lokale Medien und Stadtpolitik tun sich schwer damit, dies als Tat eines gewalttätigen Neonazis einzuordnen. In monatelangen Recherchen wird der Tod Axel U.´s von den Filmpiraten in Kooperation mit EZRA erneut aufgerollt. Regisseur Jan Smendek zeigt in seiner Dokumentation, wie viel Geheimdienste und Polizei schon damals wussten und verweist auf Verbindungen des Täters zum NSU-Umfeld. Der Fall wird bis heute nicht als  neonazistische Gewalttat eingestuft. Im Anschluss an den Film erfolgt eine Diskussion über Opfer und Gefahr rechter Gewalt u.a. mit Regisseur Jan Smendek und Claudia Wangerin, Berichterstatterin aus dem NSU-Prozess.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Mal eben die Welt retten

12. April 2018, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit dem ANU-Projekt „Stralsund 2050“ zeigent wir Tomorrow.

Frankreich 2015, 118 min, FSK: o.A.

R: Cyril Dion, Mélanie Laurent

Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ressourcenknappheit: Studien sagen den globalen ökologischen Kollaps in den nächsten 40 Jahren voraus. Die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der NGO-Aktivist Cyril Dion wollen sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Sie besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Lösungsansätze, die vor Ort weitreichende Veränderungen anstoßen. Und die Gewissheit, dass es eine andere Zukunft geben kann. Ihr preisgekrönter mitreißender Dokumentarfilm zeigt, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden und handeln. Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussion mit Aktiven der Transition Town Stralsund.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Nicht ohne uns!

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Zum Internationalen Kindertag: Kleine Helden auf dem Weg in ihre Zukunft

01. Juni 2017, 20:00

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In Kooperation mit Bündis 90/Die Grünen Kreisverband Vorpommern-Rügen zeigen wir Nicht ohne uns!

Deutschland 2017, 87 min, FSK: o.A.

R: Sigrid Klausmann D: Finya, Yamabuki, Anish, Rebekka, Jaffer, Alphosine u.a.

15 Länder, 16 Kinder, 5 Kontinente, eine Stimme – so unterschiedlich ihr Lebensumfeld, so unterschiedlich ihre Persönlichkeiten auch sind, so sehr ähneln sich ihre Träume, Ängste und Hoffnungen. Egal ob privilegiert aufwachsend oder unmittelbar konfrontiert mit Kinderarbeit, Prostitution, Krieg und Gewalt, haben alle diese Kinder die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe. Sie eint die Ablehnung und die Angst vor Krieg und Gewalt. Jedes Kind macht sich Sorgen um die Natur und die damit verbundene Zerstörung ihres Lebensraums. Neugierig und wissensdurstig wollen sie die Welt verändern und die Zukunft unseres Planeten einmal mitgestalten. Der verbindende Rahmen für die Portraits der Kinder ist ihr Schulweg, als Sinnbild für den Weg ins Leben. Ein wichtiger Dokumentarfilm mit einem Appell an uns alle: NICHT OHNE UNS!

 Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Rabbi Wolff – Ein Gentleman vor dem Herrn

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Der etwas andere Rabbiner

09. Februar 2017, 20:00

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In Kooperation mit Bündnis 90/Die Grünen.

Deutschland 2016, 90 min, FSK: o.A.

R: Britta Wauer

William Wolff, fast 90, ist der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet er. Britta Wauers berührender Dokumentarfilm zeigt den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland. Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Der Kuaför aus der Keupstraße

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Eine Chronik des Versagens

17. November 2016, 20:00

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In Kooperation mit dem Wahlkreisbüro Jürgen Suhr, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen wir in Anwesenheit des Drehbuchautors Maik Baumgärtner Der Kuaför aus der Keupstraße.

Deutschland 2015, 92 min, FSK: o.A.

R: Andreas Maus u.a.

Der Mittwochnachmittag ist mit Bedacht gewählt. Vor und in dem Friseurgeschäft der Brüder Özcan und Hasan Yildirim ist viel los, als sich am 9. Juni 2004 plötzlich 700 zehn Zentimeter lange Tischlernägel mit einer Reichweite von 250 Metern in Projektile verwandeln. Sie verletzen 22 Menschen. So infam der Anschlag ist, so skandalös der Verlauf der Ermittlungen: Verdächtigt werden die Opfer. Erst 2011 wird mit den Enthüllungen über die rechtsextreme terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ auch diese Tat aufgedeckt. Der Prozess dauert bis heute an. In seinem Dokumentarfilm gibt Regisseur Andreas Maus jenen eine Stimme, die lange niemand hören wollte. Die von ihm angewandten Erzählstrategien wollen Distanz schaffen, bewusst nicht emotionalisieren, sondern frei legen, mit welcher Systematik vertuscht, verschwiegen und verdrängt wurde.

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi