Ich, Daniel Blake

Film / Ich, Daniel Blake

In den Mühlen eines maroden Sozialsystems

27. April 2017, 20:00

Trailer zum Film

GB, Frankreich, Belgien 2016, 100 min, FSK: 6

R: Ken Loach D: Dave Johns, Hayley Squires, Dylan McKiernan, Kate Rutter u.a.

In einer griechischen Tragödie wären es die Götter, die Daniel Blake zugrunde richten. In seiner realen Welt ist es die Bürokratie. Daniel ist ein ehrlicher Engländer, dessen Mutterwitz und Courage ihm auch in der Nachbarschaft Respekt garantieren. Ein Schicksalsschlag und ein schwerer Herzinfarkt haben den fast 60-jährigen Zimmermann aus der Bahn geworfen. Jetzt ist er finanziell auf den Staat angewiesen. Doch der ist alles andere als sozial. Nach einer Kurzuntersuchung wird Daniel als “arbeitsfähig” eingestuft, die Unterstützung wird gestrichen und er gerät in eine Bürokratie, deren Schikanen und Irrwege zunehmend kafkaesk anmuten. Bis er der alleinerziehenden Katie und ihren beiden Kinder begegnet. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität. Und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf…

Spielstätte: Kulturkirche St. Jakobi

Macbeth

Macbeth

Seid blutig, kühn und fest

08. September 2016, 20:00

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Frankreich, USA, Großbritannien 2015, 113 min, FSK: 12

R: Justin Kurzel D: Marion Cotillard, David Thewlis, Michael Fassbender u.a.

Schottland im Mittelalter. Nach einer siegreichen Schlacht beginnt der unaufhaltsame Aufstieg des machthungrigen Heerführers Macbeth. Verführt von einer mysteriösen Prophezeiung dreier Hexen und angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau ermordet Macbeth seinen König Duncan, um selbst den Thron von Schottland zu besteigen. Doch je brutaler seine Schreckensherrschaft wird, desto mehr plagen Macbeth und seine Frau die Dämonen ihrer Schuld. Als sich Duncans Sohn Malcolm mit Macbeths größtem Widersacher Macduff verbündet und eine Armee gegen den Tyrannen versammelt, wendet sich das Blatt. Der Königsmörder und seine machtgierige Frau: Kaum ein Werk fasziniert seit Jahrhunderten so wie Shakespeares Tragödie vom Aufstieg und Fall Macbeths. Justin Kurzels Macbeth ist eine perfekte Symbiose aus Theater und Kino, ein elektrisierendes Aufeinanderprallen von großer Schauspielkunst und einer gewaltigen Bilderflut.

Termin: 08. September 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Ewige Jugend

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Leben, Liebe, Last des Alters

21. April 2016, 20:00

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Frankreich, Italien, Schweiz, GB 2015, 118 min, FSK: 6

R: Paolo Sorrentino D: Michael Caine, Harvey Keitel, Rachel Weisz, Jane Fonda u.a.

Die alten Freunde Fred und Mick teilen in den Bergen zwar ihr Feriendomizil, ein wunderhübsch vergammeltes Luxushotel mit fast schon magischer Ausstrahlung, haben aber was ihr Alterswerk betrifft komplett verschiedene Vorstellungen. Während der berühmte Komponist und Stardirigent Fred sich dem süßen Nichtstun hingibt, treibt den geschäftigen Regisseur Mick sein neuestes Filmprojekt um, das durch die Launen seiner Muse Brenda zu platzen droht. Freds Erholung stört ein Abgesandter des Buckingham Palace: Die Queen höchstpersönlich möchte die „Simple Songs“ angeleitet durch ihren Schöpfer selbst hören – ein Angebot, das Fred rundheraus ablehnt, sehr zum Leidwesen seiner Tochter und Managerin Lena. Lieber möchte er relaxen, über das Leben und die Liebe philosophieren und die Macken der anderen Gäste kommentieren.

Termin: 21. April 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Pride

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Feel Good-Komödie nach einer wahren Begebenheit

21. Mai 2015, 20:00

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Großbritannien 2014, 120 min, FSK: 6

R: Matthew Warchus D: Imelda Staunton, Paddy Considine, Bill Nighy, Dominic West, Andrew Scott u.a.

Ein Handschlag hat schon vieles besiegelt. So auch die außergewöhnliche Liaison zweier Gruppen, die sich im Sommer 1984 in England gefunden haben: Eine ausgelassene Schwulen- und Lesbentruppe aus London trifft auf streikende Waliser Bergarbeiter. Irritationen beim ersten Aufeinandertreffen sind vorprogrammiert! Doch spätestens als der exzentrische Jonathan den hüftsteifen Walisern zeigt, was echtes Disco-Feeling ist, scheint das Eis gebrochen… Die LGSM (Lesbians and Gays Support the Miners) sammelt für ihre Kumpel Geld und stellt sich damit farbenfroh der gnadenlosen Politik von Margaret Thatcher entgegen. Zwischen den neuen Komplizen entwickelt sich eine besondere Freundschaft, mit bis heute historischen Folgen…

Termin: 21. Mai 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Good Vibrations

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Punk im Zentrum des Terrors

22. Januar 2015, 20:00

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Irland, Großbritannien 2012, 103 min, FSK: 6

R: Lisa Barros D’Sa, Glenn Leyburn  D: Richard Dormer, Jodie Whittaker, Dylan Moran u.a.

Was leicht ein weiteres Drama vor dem Hintergrund des Nordirlandkonflikts hätte werden können, ist eine wahre Geschichte, die mit viel trockenem Humor und gutem Sound den unverwüstlichen Optimismus ihres Protagonisten Terri Hooley feiert. Trotzig hat er Mitte der siebziger Jahre im von Bomben erschütterten Belfast den Plattenladen Good Vibrations eröffnet, ein Musiklabel gegründet und damit den Grundstein für den Belfast Punk gelegt. Der Laden wird zum Refugium für Andersdenkende, zum einzigen Ort in Belfast, an dem sich Protestanten und Katholiken friedlich begegnen. Doch Punk funktioniert im von Gewalt beherrschten Belfast unter umgekehrten Vorzeichen. Für “No Future”-Provokationen ist kein Platz, wenn die Jugend tatsächlich keine Zukunft hat. Das hat auch der legendäre BBC-DJ John Peel erkannt, der 1978 etwas macht, was er noch nie getan hat: Er spielt die erste von Hooley selbst produzierte Single der Undertones gleich zweimal nacheinander.

Termin: 22. Januar 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

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Der letzte Weg

08. Januar 2015, 20:00

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Italien, Großbritannien 2013, 87 min, FSK: 12

R: Uberto Pasolini D: Eddie Marsan, Joanne Froggatt, Karen Drury, Andrew Buchan, David Shaw Parker  u.a.

Seit 22 Jahren ist Mr. May Angestellter der Londoner Stadtverwaltung und kümmert sich um die Bestattungen einsam Verstorbener. Zu Beginn sieht Uberto Pasolinis vielfach preisgekrönter Film wie das Porträt eines verschrobenen Mannes aus, der einer kuriosen Tätigkeit nachgeht. Dann aber weitet sich der von Melancholie durchwehte Bilderreigen zu einer bewegenden Meditation über Einsamkeit und Tod in einer Gesellschaft, die immer mehr Menschen in die Isolation treibt. Als Mr. May einen neuen Vorgesetzten bekommt, wird sein Job wegrationalisiert: “Wenn es keine Hinterbliebenen gibt, muss es keine Beerdigungen geben!”. Mr. May erhält die Kündigung und noch drei Tage, um einen letzten Fall zu bearbeiten. Diese finale Beerdigung wird sein Glanzstück an Recherche: die Rekonstruktion eines Lebens, dem die letzte Ehre erwiesen wird.

Termin: 08. Januar 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi