Alois Nebel

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Ein Leben umgeben vom Nebel der Erinnerungen

10. April 2014, 20:00

Trailer zum Film

Tschechien, D, Slowakei 2011, 84 min, FSK: 12

R: Tomáš Luňák D: Miroslav Krobot, Marie Ludvíková, Leoš Noha u.a.

Herbst 1989. Einzelgänger Alois Nebel arbeitet als Fahrdienstleiter an einem abgelegenen Bahnhof im ehemaligen Sudetenland nahe der tschechoslowakisch-polnischen Grenze. Im hereinbrechenden Winter verfolgen ihn wie immer die Geister der im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen. Als er in der Psychiatrie landet, trifft er dort auf Zeugnisse aus der Vergangenheit, die ihn langsam aus seinem Albtraum erwachen lassen. Alois Nebel erobert sich seinen Platz in einer veränderten Welt zurück, findet Freunde und eine Liebe. Vielfach ausgezeichneter Animationsfilm, mit dem Tomás Lunák subtil die Graphic-Novel-Trilogie von Jaromír Svejdík und Jaroslav Rudiš in einen bildstarken Schwarzweiß-Comic verwandelt und das sperrige Thema der Vertreibung der Sudetendeutschen überzeugend verarbeitet.

Termin: 10. April 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Berg Fidel – Eine Schule für Alle

HANDOUT - Die Schülerinnen Anita Jashara (l) und Vikreta Jasharaj in der Dokumentation «Berg Fidel - Eine Schule für alle» (undatierte Filmszene). Der Film kommt am Donnerstag (13.09.2012) in die deutschen Kinos. Foto: W-Film (zu dpa-Kinostarts vom 06.09.2012 - ACHTUNG: Verwendung nur für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dem Film und bei Urheber-Nennung)  +++(c) dpa - Bildfunk+++

Inklusion – ein Gewinn für alle

20. März 2014, 20:00

Trailer zum Film

In Kooperation mit Jürgen Suhr und Ulrike Berger, MdL, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zeigen wir Berg Fidel.

D 2011, 87 min, FSK: o.A.

R: Hella Wenders

An der inklusiven Grundschule Berg Fidel in Münster gehören alle dazu: ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt. Die Dokumentarfilmerin Hella Wenders hat vier Schülerinnen und Schüler der Schule drei Jahre lang in ihrem Schulalltag begleitet. Sie erzählen  von ihren Stärken und Schwächen, ihren Wünschen und Träumen und davon, wie es ist, wenn ganz verschiedene Kinder zusammen eine Gemeinschaftsschule besuchen.

Der Film zeigt mit Witz und Charme, welchen Gewinn alle aus inklusiver Schule ziehen können.

Termin: 20. März 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Gnade

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Hellere Tage werden kommen

20. Februar 2014, 20:00

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D, Norwegen 2012, 132 min, FSK: 12

R: Matthias Glasner D: Jürgen Vogel, Birgit Minichmayr, Bjørn Sundquist, Henry Stange, Ane Dahl Torp u.a.

Um die Ehe von Niels und Maria steht es nicht zum Besten, Niels hat immer wieder Affären und ist als Ingenieur ständig unterwegs. Der neue Job in Hammerfest, wo im Winter die Sonne wochenlang nicht über den Horizont steigt, soll ein Neuanfang werden. Niels beginnt bald wieder eine Affäre, Sohn Markus hat Schwierigkeiten in der Schule und Maria fährt jemanden (oder etwas) an und begeht Fahrerflucht. Aus der Zeitung erfahren sie und Niels, dass das Unfallopfer ein 16-jähriges Mädchen war. Durch das  Ereignis und den Schwur, die Sache gemeinsam durchzustehen und sich nicht der Polizei zu stellen, kommen sich die beiden wieder näher. Doch über allem schwebt die Schuld, so dass sowohl Niels wie auch Maria förmlich darauf warten, dass sie Sühne leisten müssen…

Termin: 20. Februar 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Das Mädchen Wadjda

Film/ Das Mädchen Wadjda

Radeln für die Revolution

23. Januar 2014, 20:00

Trailer zum Film

D, Saudi-Arabien 2012, 98 min, FSK: o.A.

R: Haifaa Al Mansour D: Reem Abdullah, Waad Mohammed, Abdullrahman Al Gohani, Ahd Kamel, Sultan Al Assaf u.a.

Dass es diesen Film gibt, grenzt an ein Wunder. Es ist der erste Kinofilm, der jemals in Saudi-Arabien gedreht wurde – und auch noch von einer Frau. Heiter und nachdenklich, packend und klug, zeitgemäß und brisant erzählt er die Geschichte der zehnjährigen Wadjda, die von einem Fahrrad träumt, obwohl Radfahren Mädchen und Frauen untersagt ist. Doch Wadjda lässt sich nicht von ihrem Plan abbringen. Schließlich will sie den hoch dotierten Koran-Rezitationswettbewerb der Schule gewinnen. Mit viel Eifer und Erfindungsgeist macht sie sich daran, fromm zu werden. Und so hat sie auch keine Augen für die Probleme der Mutter, die mit allen Mitteln zu verhindern versucht, dass ihr Mann sich eine zweite Frau nimmt. Der Film verbreitet über seine lebendige, quirlige, rebellische Hauptfigur einen leisen Optimismus für die Zukunft saudi-arabischer Frauen.

Termin: 23. Januar 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Freier Fall

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Die deutsche Antwort auf Brokeback Mountain

09. Januar 2014, 20:00

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D 2013, 100 min, FSK: 12

R: Stephan Lacant D: Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler u.a.

Marcs Leben ist gut eingerichtet: Seine Frau Bettina erwartet ein Kind. Sein Job als Polizist macht ihm Spaß. Bei einer Fortbildung lernt er den Kollegen Kay kennen. Beim gemeinsamen Lauftraining im Wald kommt es zum ersten Kuss. Nur widerwillig erkennt Marc, dass seine Zuneigung zu Kay nicht bloß vorübergehend ist. Die Männer beginnen eine heimliche Affäre. Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät Marcs Leben zusehends außer Kontrolle. Stephan Lacant webt souverän an diesem komplexen emotionalen Geflecht – und scheut sich nicht vor einem überraschenden Ende.
Termin: 09. Januar 2014, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Sonderveranstaltung: Ich fühl mich Disco

Film/ Ich fühl mich Disco

Frühlingserwachen mit Schlagerstar

13. Dezember 2013, 20:00

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D 2013, 95 min, FSK: 12

R: Axel Ranisch D: Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Große, Robert Alexander Baer, Christian Steiffen u.a.

In einer Sonderveranstaltung zeigen wir den neuen Film von Axel Ranisch. Er und der Hauptdasteller Frithjof Gawenda sind zur Vorführung anwesend. Vater Hanno und Sohn Florian könnten unterschiedlicher nicht sein: Hanno ist sportversessener Turmspringtrainer und hat ein konservatives Geschlechterrollenbild. Flori dagegen ist übergewichtig und ein großer Schlagerfan. Am glücklichsten ist er, wenn er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen kann. Als die Mutter nach einem Schlaganfall ins Koma fällt, müssen Vater und Sohn lernen, besser miteinander auskommen. Ein holpriger Prozess, zumal der pubertierende, linkische, im Wärmebecken dümpelnde dicke Flori mit der festen Zahnspange feststellt, dass er auf Hannos Turmspringschüler Radu steht. Am Ende dieses kleinen, überaus großherzigen und grandios lakonischen Films und mit Hilfe von Schlageridol Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim entwickelt sich zwischen Sprungbecken und Tanzboden ein neues Vater-Sohn-Verhältnis mit Disco-Gefühl.

Termin: 13. Dezember 2013, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Der Kartenvorverkauf startet am 18.11. Die Karten können in der Tourismuszentrale für 7 Euro/Karte erworben werden.