Mustang

Film/ Mustang

Vergitterte Unschuld

22. September 2016, 20:00

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Deutschland, Frankreich, Türkei 2015, 97 min, FSK: 12

R: D: Ilayda Akdoğan, Tuğba Sunguroğlu, Doğa Zeynep Doğuşlu, Elit Işcan, Günes Sensoy u.a.

Ein türkisches Dorf, weit entfern von Istanbul: Die fünf Schwestern Sonay, Selma, Nur, Ece und Lale laufen ausgelassen herumalbernd am Strand nach Hause. Jungs begleiten sie. Ihr als schamlos wahrgenommenes Verhalten hat dramatische Folgen: Telefone und Computer werden verboten, die Mauern um das Haus immer höher. Spätestens, als ein Mädchen nach dem anderen verheiratet werden soll, hält die Realität mit aller Brutalität Einzug. Doch die Fünf – von großem Freiheitsdrang erfüllt – beginnen, sich gegen die ihnen auferlegten Grenzen aufzulehnen. Einfühlsam und kraftvoll zugleich setzt die junge Regisseurin Deniz Gamze Ergüven die unzähmbare Lebenslust der Mädchen in Szene, die sich in einer von Männern und alten Frauen geprägten Gesellschaft ihr Recht auf Selbstbestimmung erkämpfen. Mit lichtdurchfluteten Bildern setzt der Film der Brutalität zarte Sinnlichkeit und jugendliches Aufbegehren entgegen, die tief berühren und mit Hoffnung erfüllen.

Termin: 22. September 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Die Gewählten

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Nach der Wahl ist vor der Wahl

14. Juli 2016, 20:00

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In Kooperation mit dem Wahlkreisbüro Jürgen Suhr, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENzeigen wir Die Gewählten

Deutschland 2014, 102 min, FSK: o.A.

R: Nancy Brandt

2009 treten sie ihre erste Legislatur im deutschen Bundestag an: Fünf junge Menschen aus fünf verschiedenen Parteien: Steffen Bilger (CDU), Sebastian Körber (FDP), Daniela Kolbe (SPD), Agnes Krumwiede (B90/Die Grünen) und Niema Movassat (DIE LINKE). So unterschiedlich ihr Umgang mit dem parlamentarischen System und ihrer Partei auch sein mag, alle Fünf eint eine Herausforderung: Sie haben vier Jahre Zeit, um sich und anderen zu beweisen, dass sie in der Politik etwas erreichen können. Und am Ende steht für alle die Frage: Wird man wiedergewählt? Regisseurin Nancy Brandt begleitet die fünf Protagonisten über die ganze Legislatur hinweg, zeigt ihre Aufgaben in Kommissionen und Ausschüssen, ihre ersten Reden und Medienauftritte und ihre Besuche in den Wahlkreisen und geht der Frage nach: Können sie tatsächlich etwas bewirken und ihre Ideen umsetzen

Termin: 14. Juli 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Himmelverbot

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Mein Freund, der Mörder

31. März 2016, 20:00

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Deutschland, Rumänien 2014, 87 min, OmU, FSK: 12

R: Andrei Schwartz

Er sitze lebenslänglich, weil er eine Staatsanwältin erschossen habe. Als „lausigen Juden“ habe sie ihn beschimpft. Das erzählt Gavriel Hrieb dem Filmemacher Andrei Schwartz. Sie lernten sich bei Dreharbeiten im rumänischen Hochsicherheitsgefängnis Rahova kennen. Der Regisseur empfindet Sympathie für den kleinen Mann mit den melancholischen Augen und als Gavriel nach über zwanzig Jahren Haft auf Bewährung entlassen wird, ist Schwartz als Dokumentarfilmer und Freund an dessen Seite. Doch ihre Gespräche führen immer wieder zum Anfangspunkt zurück: dem Mord. Um Licht ins Dunkel zu bringen, beantragt Schwartz Einsicht in die Mordakte. Der Dokumentarfilm über die schmerzhaften Versuche von Gavriel, in der Welt da draußen wieder Fuß zu fassen, ist zugleich ein Film über eine außergewöhnliche Freundschaft, über Vertrauen und Enttäuschung, Wahrheit und Lüge.

Termin: 31. März 2016, 20:00 – Brauhaus, Alter Markt 5a, Eingang über Knieperstraße 18

Der Staat gegen Fritz Bauer

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Den Mördern auf der Spur

17. März 2016, 20:00

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Deutschland 2015, 105 min, FSK: 12

R: Lars Kraume D: Burghart Klaußner, Jörg Schüttauf, Laura Tonke, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg u.a.

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft der Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer dafür, Naziverbrecher wie Adolf Eichmann ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Gegen massiven Widerstand seiner eigenen Behörde verfolgt er Hinweise, dass sich Eichmann in Argentinien versteckt. Lediglich ein junger Kollege unterstützt Bauer. Eichmann wird schließlich mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad gestellt. Dass Eichmann nicht in Deutschland, sondern in Israel vor Gericht gestellt wird, sieht Bauer als sein persönliches Scheitern an. Burghard Klaußner verkörpert großartig Fritz Bauer als zugleich politisch bewussten und mutigen aber auch in seiner Identität zerrissenen Mann, der als deutscher Jude selbst vor den Nazis geflohen war, der sich im Adenauer-Deutschland noch immer als Homosexueller verheimlichen muss. Ein beeindruckendes Drama, das deutsche Nachkriegsgeschichte mit allen Rissen und Widersprüchen erlebbar macht.

Termin: 17. März 2016, 20:00 – Brauhaus, Alter Markt 5a, Eingang über Knieperstraße 18

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

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Ein paar Käfer zum Frühstück

18. Februar 2016, 20:00

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Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern mit Alessa Heuser (Referentin für Welternährung und Globale Landwirtschaft) und Claudia Schulz (Sprecherin der LandesAG „Landwirtschaft & Naturschutz“ B90/GRÜNE MV)

Der Eintritt ist frei.

Deutschland 2015, 103 min, FSK: o.A,

R: Valentin Thurn

Woher kommt das Essen für bald zehn Milliarden Menschen auf Erden? In seinem Dokumentarfilm zeigt Valentin Thurn Lösungen – schöne und weniger appetitliche. In Thailand kostet er proteinreiche Insekten, in Holland filmt er den Wissenschaftler Mark Post, wie er einen selbst gezüchteten künstlichen Hamburger – Kosten: etwa 250.000 Euro – brät und verspeist. Geschickt kontrastiert Thurn zwei widerstreitende Produktionsmodelle: Hier die hochtechnisierte Agrarindustrie mit ihrem Versprechen, dass nur eine Landwirtschaft in großem Maßstab die Welternährung künftig sichern könne. Dort die alternativen Ansätze, deren Vertreter fürchten, dass die Massenproduktion ihre eigenen Grundlagen zerstört und vor allem die Reichen versorgt, für die Hunger sowieso kein Problem sein wird.

Termin: 18. Februar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Victoria

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Atemloses Abenteuer

07. Januar 2016, 20:00

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Deutschland 2015, 140 min, OmU, FSK: 12

R: Sebastian Schipper D: Laia Costa, Frederick Lau, Max Mauff, Burak Yigit, Franz Rogowski u.a.

Kamera an, los geht’s und 140 Minuten später ist der Film abgedreht, der beste deutsche Film 2015, ohne einen einzigen Schnitt, wie ein Theaterstück, mit Berlin als riesiger Freiluftbühne. Folge ist eine bedingungslose Nähe zu Figuren und Handlung. Victoria aus Madrid, seit drei Monaten in Berlin, verlässt einen Club, begegnet ein paar Berliner Jungs, mit rauem Charme, ein bisschen gefährlich, die ihr das wahre Berlin zeigen wollen. Sie geht mit, das Risiko wächst, die Ereignisse überschlagen sich, im Morgengrauen ist sie als Komplizin eines Verbrechens auf kopfloser Flucht vor der Polizei.

Termin: 07. Januar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi