Der Staat gegen Fritz Bauer

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Den Mördern auf der Spur

17. März 2016, 20:00

Trailer zum Film

Deutschland 2015, 105 min, FSK: 12

R: Lars Kraume D: Burghart Klaußner, Jörg Schüttauf, Laura Tonke, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg u.a.

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft der Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer dafür, Naziverbrecher wie Adolf Eichmann ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Gegen massiven Widerstand seiner eigenen Behörde verfolgt er Hinweise, dass sich Eichmann in Argentinien versteckt. Lediglich ein junger Kollege unterstützt Bauer. Eichmann wird schließlich mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad gestellt. Dass Eichmann nicht in Deutschland, sondern in Israel vor Gericht gestellt wird, sieht Bauer als sein persönliches Scheitern an. Burghard Klaußner verkörpert großartig Fritz Bauer als zugleich politisch bewussten und mutigen aber auch in seiner Identität zerrissenen Mann, der als deutscher Jude selbst vor den Nazis geflohen war, der sich im Adenauer-Deutschland noch immer als Homosexueller verheimlichen muss. Ein beeindruckendes Drama, das deutsche Nachkriegsgeschichte mit allen Rissen und Widersprüchen erlebbar macht.

Termin: 17. März 2016, 20:00 – Brauhaus, Alter Markt 5a, Eingang über Knieperstraße 18

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

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Ein paar Käfer zum Frühstück

18. Februar 2016, 20:00

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Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern mit Alessa Heuser (Referentin für Welternährung und Globale Landwirtschaft) und Claudia Schulz (Sprecherin der LandesAG „Landwirtschaft & Naturschutz“ B90/GRÜNE MV)

Der Eintritt ist frei.

Deutschland 2015, 103 min, FSK: o.A,

R: Valentin Thurn

Woher kommt das Essen für bald zehn Milliarden Menschen auf Erden? In seinem Dokumentarfilm zeigt Valentin Thurn Lösungen – schöne und weniger appetitliche. In Thailand kostet er proteinreiche Insekten, in Holland filmt er den Wissenschaftler Mark Post, wie er einen selbst gezüchteten künstlichen Hamburger – Kosten: etwa 250.000 Euro – brät und verspeist. Geschickt kontrastiert Thurn zwei widerstreitende Produktionsmodelle: Hier die hochtechnisierte Agrarindustrie mit ihrem Versprechen, dass nur eine Landwirtschaft in großem Maßstab die Welternährung künftig sichern könne. Dort die alternativen Ansätze, deren Vertreter fürchten, dass die Massenproduktion ihre eigenen Grundlagen zerstört und vor allem die Reichen versorgt, für die Hunger sowieso kein Problem sein wird.

Termin: 18. Februar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Victoria

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Atemloses Abenteuer

07. Januar 2016, 20:00

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Deutschland 2015, 140 min, OmU, FSK: 12

R: Sebastian Schipper D: Laia Costa, Frederick Lau, Max Mauff, Burak Yigit, Franz Rogowski u.a.

Kamera an, los geht’s und 140 Minuten später ist der Film abgedreht, der beste deutsche Film 2015, ohne einen einzigen Schnitt, wie ein Theaterstück, mit Berlin als riesiger Freiluftbühne. Folge ist eine bedingungslose Nähe zu Figuren und Handlung. Victoria aus Madrid, seit drei Monaten in Berlin, verlässt einen Club, begegnet ein paar Berliner Jungs, mit rauem Charme, ein bisschen gefährlich, die ihr das wahre Berlin zeigen wollen. Sie geht mit, das Risiko wächst, die Ereignisse überschlagen sich, im Morgengrauen ist sie als Komplizin eines Verbrechens auf kopfloser Flucht vor der Polizei.

Termin: 07. Januar 2016, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Hedi Schneider steckt fest

Film/ Hedi Schneider steckt fest

Depression? Zum Lachen!

17. Dezember 2015, 20:00

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Deutschland, Norwegen 2015, 90 min, FSK: 12

R: Sonja Heiss D: Laura Tonke, Simon Schwarz, Hans Löw, Margarita Broich u.a.

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn haben sich ihr Leben gut eingerichtet – sie nehmen den Alltag, wie er kommt und träumen von dem, was sein könnte. Doch plötzlich steckt Hedi fest. Erst mal nur im Aufzug, aber dann auch im Kopf. Und mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war, denn Hedi wird plötzlich von Angstzuständen geplagt, die sich nur mit Beruhigungsmitteln eindämmen lassen. Aus der fröhlichen, aktiven Frau wird ein weitgehend passives Wesen. Mit sicherem Gespür für Humor nimmt sich Sonja Heiss des ernsten Themas „Depression“ an und meistert den Drahtseilakt zwischen Tragik und Komik mit Bravour.

Termin: 17. Dezember 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Willkommen auf Deutsch

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Handeln statt Urteilen

03. Dezember 2015, 20:00

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In Kooperation mit dem Wahlkreisbüro Jürgen Suhr, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und dem AJUKU e.V. zeigen wir Willkommen auf Deutsch.

Deutschland 2014, 95 min, FSK: o.A.

R: Carsten Rau und Hauke Wendler

Was passiert, wenn in der Nachbarschaft plötzlich Asylbewerber einziehen, wenn Menschen aufeinander prallen, die sich fremd sind? In einem norddeutschen 400-Seelen-Dorf, das weder Bäcker noch Supermarkt hat, leben traumatisierte Flüchtlinge, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit entfliehen wollten, neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Der Dokumentarfilm setzt bei den Menschen in der bürgerlichen Mitte Deutschlands an, ihren Sorgen und Vorurteilen: Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet er Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung. Kontrovers, sehr emotional und auch amüsant zeigt der Film lebensnah und differenziert, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

Termin: 03. Dezember 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi

Mein Herz tanzt

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Vom Wunsch, dazu zu gehören

19. November 2015, 20:00

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Israel, Frankreich, Deutschland 2014, 105 min, FSK: 6

R: Eran Riklis D: Tawfeek Barhom, Razi Gabareen, Ali Suliman, Yaël Abecassis, Marlene Bajali u.a.

Israel in den 1980er Jahren. Eyad besucht als einziger Palästinenser eine Eliteschule in Jerusalem. Er ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Seine Freundschaft mit dem im Rollstuhl sitzenden Yonatan wird allgemein respektiert, doch seine Liebesbeziehung mit der Jüdin Naomi muss er geheim halten. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit erkennt Eyad schließlich, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird. Eran Riklis eindringliches Plädoyer für eine friedliche Koexistenz zeichnet ein ungewöhnlich differenziertes Israel-Bild und vermeidet die gängi­gen Nahost-Klischees. Der Film beruht auf dem halb-autobiografischen Roman „Tanzende Araber“ des in den USA lebenden Kolumnisten Sayed Kashua.

Termin: 19. November 2015, 20:00 – Kulturkirche St. Jakobi